Einmal Mühlrad und zurück
Veröffentlicht: 2. Juni 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Architektur, Mixed Media, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Mühle, Schloss, Schwerin Hinterlasse einen KommentarAm Wochenende trafen sich die Schweriner Urban Sketchers wieder unter fast „normalen“ Bedingungen: ohne drei Schichten Kleidung oder Feuerschale und mit der Aussicht auf einen „Kaffee danach“ in netter Gesellschaft. Das Zielobjekt, die „Schleifmühle“, lag ganz in der Nähe des „Franzosenwegs“, auf dem ich vergangenes Wochenende nach Adebors Näs gewandert war, und so hatte ich schon einmal Ausschau gehalten: das Mühlrad sollte es sein. Eine bequeme Bank mit unverstelltem Blick erleichterte die Entscheidung.
Es wurde, erwartungsgemäß, eine längere Übung: vorsichtiges Antasten mit Bleistift, Hilfslinien, Perspektive … am Ende, nach zwei Stunden, hatte ich eine ganz passable lineare Zeichnung fertig. (Und ausreichend in der Sonne gebraten. So ist das mit dem schönen Wetter.)

Und nun – Kolorieren oder nicht? Linear sah das Ganze zwar wie eine schicke Konstruktionszeichnung aus, aber auch irgendwie körperlos. Wenigstens Schatten mussten her. Zum Schraffieren war ich zu faul und vor Aquarell war mir ob der vielen Feinheiten etwas bang – also griff ich zu den Markern von Faber Castell. Den ziegelroten Hintergrund habe ich nur angedeutet, um mich nicht in noch mehr Details zu verlieren.
Am späteren Nachmittag saß ich – schließlich ist einiges nachzuholen – noch einmal im Café und wartete auf eine Freundin. Dabei hatte ich das Schloss vor Augen und blieb dieses Mal bei einer absichtlich reduzierten linearen Skizze.

Westberlin
Veröffentlicht: 15. Mai 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Architektur, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Berlin, Brunnen, Moderne 3 KommentareAls Ende 1989 die Mauer fiel, war dies nicht nur der Anfang für das schnelle Ende der DDR – auch das alte Westberlin begann sich zu verwandeln, auszubleichen, in der neuen Hauptstadt aufzugehen (nicht immer zur reinen Freude der immerhin zwei Millionen Westberliner). Tagestouristen und Neubürger blieben fortan weitgehend im Osten. Auch ich, in ferner Nähe aufgewachsen, machte da kaum eine Ausnahme.
Letzte Woche verbrachte ich einige Tage in Charlottenburg, und es blieb Zeit, einige der weißen Flecken meiner inneren Landkarte auch zeichnend zu füllen.

Ich war mit einigen Zeichnerinnen und Zeichnern am St.-Georg-Brunnen am Hindemithplatz verabredet. Der Brunnen fällt vor allem durch das Fehlen des namensgebenden Heiligen auf – der ist ihm 1945 abhanden gekommen. So stehen die vier Säulen auf seiner oberen Ebene etwas unmotiviert in der Gegend herum. Weiter unten herrscht ein wildes Getümmel von Fratzen, Masken und merkwürdigen Gestalten, die wohl einen Bezug zum Drachen des herstellen sollen.
Leider hatte der Brunnen nicht nur keinen Georg, sondern auch kein Wasser, was die seltsame pandemisch-stille Stimmung auf dem kleinen Platz noch verstärkte.

Doch Westberlin besteht nicht nur aus Schnörkeln. Der Bombenkrieg hatte hier nicht weniger gewütet als im Ostteil der Stadt, und dem Wiederaufbau fiel im Rausch der Moderne manches zum Opfer, was man hätte erhalten können. Nur wenige Straßenzüge entfernt von der Gründerzeit-Idylle türmen sich am Richard-Wagner-Platz ein paar 70er-Jahre-Plattenbauten in den Himmel – ein bisschen gegliederter die Fassade als die ihrer Brüder und Schwestern im Osten, ein bisschen bunter, ein bisschen brutalistischer der U-Bahn-Eingang … doch kaum wohnlicher anmutend an der Kreuzung zweier großer lauter Straßen …

Charlottenburg
Veröffentlicht: 14. Mai 2021 Abgelegt unter: Pflanzen, Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Berlin, Botanical Art, Brücke, Park Hinterlasse einen KommentarDer Berliner Stadtteil Charlottenburg ist gut zwanzig Kilometer von den Orten entfernt, an denen ich aufgewachsen bin. In jenen Jahren lag er auf einem anderen Planeten, was sich, wie wir wissen, inzwischen geändert hat. Heute kann ich Charlottenburg jederzeit erreichen, mit dem Auto, der U-Bahn oder einem kleinen roten Zug.
Meist allerdings bin ich in all den Jahren, in denen das nun schon möglich ist, auf einer der riesigen autogerechten Magistralen durchgefahren oder (als man das noch tat) am Bahnhof Zoo umgestiegen. Geblieben bin ich hier selten, und so gibt es eine Menge zu entdecken, wenn ich es, auf Verwandtenbesuch, nun endlich einmal tue.
Namensgebend für den Stadtteil ist das ausgedehnte barocke Schloss mit seinem schönen Park, und dort gingen wir als erstes spazieren. Fasziniert betrachtete ich eine weißgrüne Zwiebelpflanze, die in großen Gruppen auf den Wiesen stand: einen Milchstern. Ich kannte bisher nur den Doldenblütigen, dessen Essenz als „Star of Bethlehem“ als Bachblüte Verwendung findet. Am liebsten hätte ich mich gleich auf der Wiese mit Skizzenbuch und Stift hingesetzt, doch ich nahm ein paar Stängel mit nach Hause und zeichnete einen am nächsten Morgen.

Bei der Artbezeichnung bin ich mir inzwischen nicht mehr so sicher, es kann sich auch um Ortnithogalum nutans, den Nickenden Milchstern, oder eine Hybride aus beiden handeln. Diesen Milchsternen ist eigen, dass es sich um sogenannte „Gartenflüchtlinge“ handelt, Pflanzen, die der Mensch – u.U. bereits vor Jahrhunderten – in Kultur nahm und die sich nun an bestimmten, ihnen zusagenden Standorten eingebürgert haben. Bei den Milchsternen sind dies vor allem Parks, Friedhöfe, Wegränder, Weinberge; „künstliche“ Wiesenstandorte, an denen nicht zu oft gemäht und vor allem nicht gepflügt wird. In Norddeutschland findet man sie selten.
Drei Tage später, am Abreisetag, es war inzwischen heiß geworden, ging ich noch einmal zum Zeichnen in den Park, in gebührendem Abstand begleitet von einigen Zeichenfreunden. In der inzwischen aufgekommenen Hitze bot sich eine schattige Bank mit Blick auf die Schlossbrücke an.

Es ist eine Zeichnung mit Tinte (den letzten Resten meiner nicht wiederzubeschaffenden Lieblingstinte Noodlers Lexington Grey) und den in der letzten Zeit neu entdeckten „Aquarell“-Stiften in dem schönen und immer noch nicht gefüllten quadratischen Nova-Trio-Buch von Stillman&Birn.
Im Garten
Veröffentlicht: 25. April 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Farbstifte, Mixed Media, Pflanzen, Urban Sketching | Tags: Garten, Pflanzen, Tulpe Hinterlasse einen KommentarDie Schweriner Schelfstadt bewahrt hinter den Mauern ihrer Gründerzeit- und Barockhäuser viele schöne Gärten. In einem davon haben wir heute gezeichnet. Ab Mittag kam die Sonne über die Dächer; vorher begnügten wir uns mit einer Feuerschale, die uns leidlich gewärmt und gründlich geräuchert hat.

Zuerst zeichnete ich, ausführlich und in Ruhe, einen der schönen Hochstamm-Apfelbäume mit Bleistift. Leider sah die Zeichnung am Ende ziemlich winterlich aus, so dass ich dann doch noch mit etwas Farbe für den nötigen Frühlingseindruck gesorgt habe.

Bei den leuchtenden Tulpen war die Farbe natürlich eingeplant. Ich grundierte die Blütenköpfe mit einem weißen PITT-Pen. Die Partien nehmen danach allerdings Wasserfarben nur sehr bedingt an und es brauchte einige Schichten mit Wachsstiften und -kreiden, bis ich eine Lasur aufbringen konnte. Ansonsten habe ich mit allen möglichen Stiften und Markern durcheinander gezeichnet.
Die Saison beginnt
Veröffentlicht: 2. April 2021 Abgelegt unter: Mixed Media, Urban Sketching | Tags: Alter Bahnhof, Museum, Ostsee, Schwerin, Winter 2 KommentareLetztes Wochenende habe ich nach einem Winter voller Stillleben die Sketching-Saison eröffnet. Zuerst, am Samstag, im Staatlichen Museum Schwerin. Mit einem vorab vereinbarten Termin (und natürlich mit Maske) darf man rein – und trifft, wie zu erwarten in einem Kunstmuseum in der Provinz, sehr wenige Menschen. (Man könnte dort glatt in Quarantäne gehen.)
Wie immer suchte ich mir ein Bild zum Abzeichnen. Die Wahl fiel auf „Althagen im Schnee“ von Friedrich Wachenhusen. Da ich nicht in Mecklenburg aufgewachsen bin, habe ich immer noch tiefe Wissenslücken, was die regionale Malerei angeht – so kannte ich auch diesen Schweriner Maler, einen der Begründer der Ahrenshooper Künstlerkolonie, bisher nicht.
Das Bild – im Original natürlich farbig – zeigt einen Winternachmittag mit hoch aufgetürmten, den Horizont eindüsterndernden Schneewolken und ein paar Bauernhäusern im Vordergrund. Stille und Kälte sind mit Händen zu greifen. Beim Abzeichnen sah ich bald, dass das Bild perfekt komponiert ist, maß-voll nach dem Goldenen Schnitt aufgebaut in allen Dimensionen. Dass ich es beim Abzeichnen erst einmal verhauen habe, steht auf einem anderen Blatt. Ich entschloss mich zu Hause zur Korrektur, habe sie aber so ausgeführt, dass meine ursprüngliche Zeichnung sichtbar blieb.

Am nächsten Tag wurde es ernst: wir waren zum gemeinsamen Zeichnen draußen verabredet. Es war kalt und dank der Zeitumstellung auch noch sehr morgens, als wir uns am Schweriner Bahnhof trafen. Wir blieben erst einmal dort, wo wir den Windschatten des Bahnhofsgebäudes vermuteten und zeichneten ein paar alte Bahngebäude. Mein erster Versuch endete mit heißem Tee auf dem Skizzenbuch; den zweiten führte ich mit den am Vortag schon bewährten Aquarellstiften aus. Die Farbe kam heute zu Hause.

Der Gott des Urban Sketching nahm unser Opfer an: nach dem Kaltstart fanden wir eine wirklich windgeschützte Stelle in der Schelfstadt. Das schiefe Haus wollte ich schon immer mal zeichnen.

Morgens kurz nach acht …
Veröffentlicht: 3. Januar 2021 Abgelegt unter: Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Schwerin Ein Kommentar… ist eine Zeit, in der ich auch im Winter an freien Tagen eine Runde drehe; später kann ich mich oft nicht mehr aufraffen. Einer meiner Lieblingswege führt durch ein Stück altmodischer Vorstadt, in dem sich letzte Fachwerkhäuser (von der einfachsten Sorte) mit sozialem Wohnungsbau in Art déco und Backsteinexpressionismus treffen; das Seeufer ist mit kleinen Bootswerften und dergleichen bebaut. Natürlich dürfen auch Rotdorn und Linde nicht fehlen.

Seit einigen Morgenrunden schon hatte ich mir vorgenommen, diese Ecke zu zeichnen. Natürlich klappte das nur bedingt: ein eisiger Ostwind kam über den See und vertrieb mich an meinen warmen Zeichentisch, wo ich das Bild fertig gestellt habe.
Am Ende des Mittelalters
Veröffentlicht: 24. Oktober 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Architektur, Pen&Ink, Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Gotik, Harz, Mittelalter, Wernigerode Ein KommentarDas Wernigeröder Rathaus ist so gotisch, dass es einem Disney-Film entsprungen sein könnte. Übertrieben spitze Türmchen, vorkragende Erker und riesige Wasserspeier verleihen ihm ein märchenhaftes Aussehen. Gebaut wurde es ursprünglich nicht als Rat- sondern als „Spielhaus“, eine Art frühes Theater für Fastnachtsspiele und ähnliche Aufführungen; natürlich wurde der große Saal im Innern auch für andere Zwecke genutzt – eine echte städtische Mehrzweckhalle. Später hat man es mehrfach umgebaut und nach einem Brand des alten zum neuen Rathaus umgewidmet.

Ich saß in meinem Urlaub mehrfach in einem Café an der Ostseite des Marktes und zeichnete die berühmte Fassade von der Seite. Dieses Bild ist – in zwei Sitzungen – vorwiegend vor Ort entstanden, zu Hause habe ich nur noch ein bisschen nachkoloriert.
Friedrich der Gebissene (Leporello II)
Veröffentlicht: 18. Oktober 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Pen&Ink, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Burg, Meißen, Sachsen 2 KommentareSo ein Leporello ist eigentlicher ein Papierstreifen – mit einer Vorder- und einer Rückseite. Die Vorderseite hatte sich auf einer Grundierung mit leuchtenden Herbstfarben über einige Tage gefüllt; blieb noch ein letzter Urlaubstag für die Rückseite. Das Wetter war grau und ein bisschen regnerisch, ich passte die Farbstellung daran an und fuhr nach Meißen, wo die Albrechtsburg notfalls Innenräume für ganze Zeichenwochen geboten hätte.

Dann entschloss ich mich hineinzugehen. Die Meißner Albrechtsburg gilt als der erste Schlossbau Mitteleuropas; keine nachträglich wohnlich ausgestattete Verteidigungsanlage, sondern ein Neubau zu Wohn- und Repräsentationszwecken. Architektonisch handelt es sich um reine Gotik, in einer späten, überreifen Form. Berühmt sind die „Zellengewölbe“, manieristisch auf die Spitze getriebene Gewölbekonstruktionen, und die modern wirkenden „Vorhangfenster“.
Die Burg teilte das Schicksal ähnlicher Bauprojekte: als sie fertig war, wurde sie nicht mehr gebraucht, weil die politischen Verhältnisse sich geändert hatten. August der Starke ließ seine Porzellanmanufaktur dort einziehen und erst das 19.Jahrhundert mit seiner Mittelaltersehnsucht verhalf ihr zu nostalgisch-neuem Glanz.
Für Zeichner ist die Burg ein Paradies! Die zahlreichen Räume auf drei Etagen wirken entweder durch ihre Dekoration oder sie beherbergen sparsam platzierte kultur- und architekturgeschichtliche Ausstellungen, man kann sich überall hinsetzen und den Raumeindruck genießen.

Die Repräsentationsräume im ersten Stock sind, ähnlich wie in der Eisenacher Wartburg mit überbordenden Wandmalereien und neogotischen Dekorationen geschmückt. Hier hatten es mir die mindestens lebensgroßen, bunt bemalten Herrscherfiguren angetan, die in einer Zeit entstanden sind, als breitbeinig zur Schau getragene und mit diversen phallischen Symbolen dekorierte Männlichkeit ein noch unbezweifeltes Ideal war. Den ganz rechten Herrn habe ich von einem Wandbild abgezeichnet: „Friedrich der Gebissene, Sohn Albrechts des Entarteten“ – der musste einfach mit! (Die Beinamen sind authentisch.)

Zum Schluss gab es noch einmal einen Caféterrassenblick – dieses Mal schon am Fuß der Burg.

Herrn Pastorn sien Kauh
Veröffentlicht: 17. Oktober 2020 Abgelegt unter: Farbstifte, Urban Sketching | Tags: Brunnen, Dom, Mecklenburg, Schwerin Hinterlasse einen KommentarHeute war Schweriner Sketchertag. In kleiner Besetzung freuten wir uns an Sonne und blauem Himmel. Unser Treffpunkt war der „Herrn-Pastorn-sien-Kauh“-Brunnen auf dem Schlachtermarkt, und ich blieb gleich dort sitzen. „Herrn Pastor sien Kauh“ ist ein norddeutsches Scherzlied, bei dem es darum geht, wer im Städtchen welches Teil von der notgeschlachteten Kuh des Pastors bekommt. Das Lied lädt zu Ergänzungen und Improvisationen ein; über 600 Strophen sollen schriftlich verbürgt sein!
Einige der bekanntesten zeigt der Schweriner Brunnen von 1979. Und natürlich steht oben drauf keine Kuh, sondern ein stolzer Stier – schließlich ist der das mecklenburgische Wappentier.
Da es trotz der Sonne kühl war und ich Angst hatte, die Farbe würde nicht trocknen, habe ich mit Buntstiften und Wachskreiden gezeichnet. Das meiste entstand vor Ort, zu Hause habe ich noch ein bisschen vertieft und ergänzt.

Leporello I
Veröffentlicht: 16. Oktober 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Dresden, Erzgebirge, Sächsische Schweiz Ein KommentarIn Mozarts Oper „Don Giovanni“ gibt es eine Szene, in der Leporello, der Diener des Titelhelden, ein Register von dessen Liebschaften anfertigt – bühnenwirksam auf einem sehr langen, im Zickzack gefalteten Papierstreifen. So kam das Ziehharmonika-Büchlein zu seinem Namen.
Mein erstes Leporello habe ich vor zwei Wochen in Dresden bei Gerstäcker gekauft, von Hahnemühle, handschmeichelnd klein und quadratisch. Es schien mir das Richtige für ein paar Tage, die ich vorwiegend in Gesellschaft verbringen würde und wo Zeichenzeit eher nebenbei anfallen würde. Schon im Harz hatte ich damit begonnen, meine Zeichengründe mit Aquarellfarbe zu grundieren – so färbte ich auch gleich den ganzen Leporello in Herbstfarben ein.




Am nächsten Tag gab es einen Ausflug in der Tharandter Wald. Hier, in einem ausgedehnten Waldgebiet am Rand des Erzgebirges, hat im 19.Jahrhundert die moderne Forstwirtschaft ihren Anfang genommen. Steigt man in Tharandt aus dem Zug, blickt man zu einer Burgruine hoch, die einem seltsam bekannt vorkommt: viele Maler des 19. Jahrhnderts haben sie gemalt. Oben angekommen, blickt man in ein Tal wie aus der Modelleisenbahn – und auf ein höchst seltsames Gebäude in einem bizarren, pseudo-orientalischen Stil. Es ist das „Neue Schloss“, dessen Türmchen neben der Burg dünn und seltsam flach in die Höhe ragt.
Noch ein Stück bergauf hinter der Burg beginnt der Forstbotanische Garten voller seltener Gehölze, einige sind schon über hundert Jahre alt. Mittendrin steht ein putziges Häuschen im Chalet-Stil, ein bisschen Museum, ein bisschen Laden, ein bisschen Café.

Die letzten Abschnitte dieser Seite des Leporellos füllte ich mit Eindrücken von einem Familienausflug in die Sächsische Schweiz.


