Altmark III – Salzwedel
Veröffentlicht: 19. Februar 2022 Abgelegt unter: Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Altmark, Manga, Salzwedel Hinterlasse einen KommentarIm Gegensatz zu den anderen Altmarkstädten ist Salzwedel mir keine Unbekannte gewesen. Vom südwestlichen Mecklenburg aus, schon nahe der Elbe, lag die Stadt nur eine gute Autostunde entfernt. (Dass man auf diesem Weg nach Süden durch den Westen wieder in den Osten fuhr, löste in mir immer einen leichten Schwindel aus.) Vor drei Jahren habe ich auf einer Reise nach Thüringen dort auch schon mal zeichnend Station gemacht.
So legte ich meine Rückreise auch dieses Mal, einen kleinen Umweg in Kauf nehmend, über Salzwedel. Bevor ich noch das Stadtzentrum erreicht hatte, traf ich auf St. Georg. Diese Kirche kannte ich noch nicht, sie lag verlockend im schrägen Mittagslicht; auch fand sich ein Platz, sie bequem vom Auto aus zu zeichnen. (Trotz der Sonne wehte ein ungemütlicher Wind.)

Salzwedel ist nicht nur für seine mittelalterliche Bausubstanz bekannt, sondern auch für seine Baumkuchen. In einer auf dieses Gebäck spezialisierten Bäckerei trank ich vor der Weiterfahrt eine Tasse Kaffee, als ein junges Pärchen hereinkam. Die Frau hätte einem Manga entsprungen sein können und ich fragte mich, ob sie sich wohl immer in dieser Weise hübsch macht. Oder war es der Valentinstag? Auf jeden Fall erfreute mich ihr Anblick.

Altmark II – Tangermünde
Veröffentlicht: 15. Februar 2022 Abgelegt unter: Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Altmark, Gotik, Renaissance 2 KommentareVon allen schönen Altmarkstädten ist Tangermünde wahrscheinlich die schönste. Hoch ragen die Stadtmauern über die Flussniederung und schützen die Stadt wie eh und je vor Hochwasser. Auf der Landseite sind nur die Wallanlagen erhalten geblieben und bieten einen Blick auf die gewaltigen alten Tore.
Eines dieser Tore hatten wir uns als erstes zum Zeichnen ausgewählt. Zu unserer Freude schien wiederum die Sonne und der Zeichenplatz lag im Windschatten.

Trotzdem hatten wir danach das Bedürfnis, uns ins Warme zu setzen und fanden einen gemütlichen Platz im „Lehrerwohnzimmer“ der „Exempel-Gaststuben“.

Danach noch schnell in die Stephanskirche, denn die würde bald schließen. Zu einem Rundgang kam ich nicht mehr, denn als ich den kanzeltragenden Mose sah, war es um mich geschehen – den musste ich zeichnen! Wenigstens für eine lineare Skizze hat es noch gelangt, die Schatten kamen zu Hause.

Die Kanzel ist ein Meisterwerk der Spätrenaissance, das uns ahnen lässt, was aus der Kultur Mitteleuropas hätte werden können, wenn nicht der Dreißigjährige Krieg darüberhin gewalzt wäre. Auch Moses seltsam verkrüppelte Hände sind eine Kriegsfolge – Soldaten, die in der Kirche untergebracht waren, haben daran ihre Kräfte ausgelassen.
Die Hörner haben sie dem Mose nicht abgeschlagen, und sie sind hier auch nur diskret dargestellt. Dass Moses in vielen Kirchen mit Hörnern dargestellt wird, beruht auf einem Übersetzungsfehler aus dem Hebräischen: ursprünglich waren es „Strahlen“, die von seinem Kopf ausgingen, als er nach seiner Gottesbegegnung vom Berg wieder herunter kam.
Und, ja, als ich wieder zu Hause war und das Bild anschaute, sah ich auf einmal einen E-Gitarristen sich in typischer Pose tief über sein Instrument beugen …
Altmark
Veröffentlicht: 14. Februar 2022 Abgelegt unter: Alltag, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Altmark, Gotik, Handarbeit, Renaissance, Urban Sketching, visuelles Tagebuch Hinterlasse einen Kommentar„In the middle of nüscht“ sagen die Altmärker zärtlich, wenn sie gefragt werden, wo sie leben. Hand aufs Herz: von Stendal haben wir vielleicht mal gehört, wenn von umgeleiteten Zügen die Rede war, aber von den Hansestädten Salzwedel, Tangermünde, Osterburg, Werben … ? Von einer schier unglaublichen Dichte an romanischen Dorfkirchen, von hoch über der Elbe aufragenden Backsteinmauern, die besterhaltene mittelalterliche Stadtkerne einschließen?
Am letzten Wochenende habe ich eine Freundin besucht, die genau dort lebt. Wir haben in der ersten Vorfrühlingssonne zeichnend draußen gesessen, uns danach im Café aufgewärmt und natürlich ausgiebig geplaudert. (Hat hier einer „geschnattert“ gesagt?)


Das Bild vom Ratskeller wollte ich zuerst verwerfen, weil ich vor lauter Gespräch die Gewölberippen verwechselt hatte. Dann aber entschloss ich mich zu einer Reparatur, habe aber dann doch nicht alles perfekt fertig gestrichelt.

Berlin
Veröffentlicht: 7. Februar 2022 Abgelegt unter: Alltag, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Berlin, Porträt, Urban Sketching, visuelles Tagebuch 2 KommentareAuf Karlsruhe folgte Berlin. Ich traf Freunde (einige Urban Sketcher darunter) und Verwandte; zwischendurch blieb noch Zeit, in meinem minimalistischen Hotel am Ostbahnhof den Leporello weiter zu füllen.

Am Nachmittag war ich mit zwei Urban Sketchern aus Berlin in der Markthalle Neun zum Zeichnen verabredet.

Markthallenzeichnen ist etwas, worum ich die Berliner jeden Winter beneide, es war allerdings relativ kühl, so dass wir im strömenden Regen noch weiter zum Oranienplatz in ein Café zogen. Hier entstand eine schnelle Skizze mit Blick in die Blaue Stunde.


Am nächsten Tag war ich noch mal mit zwei Zeichnern verabredet, dieses Mal im Technik-Museum. Das Hauptbild – den Dampfschlepper „Kurt-Heinz“ – habe ich schon gezeigt; beim Kaffee im ferienhalber leider recht vollen Imbiss blieb dann noch Zeit für ein kleines Porträt eines Mitzeichners. (Vor einigen Jahren hatte ich ihn schon mal gezeichnet.)

Leporello zum zweiten
Veröffentlicht: 6. Februar 2022 Abgelegt unter: Pflanzen, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Jugendstil, Karlsruhe, Kuchen 2 KommentareIm Oktober 20 war ich das letzte Mal in einem der wenigen Ladengeschäfte des Gerstäcker-Versandes, in den herrlich großzügigen Dresdner Verkaufsräumen, und nahm von dort spontan ein Hahnemühle Leporello-Büchlein mit. Es schien mir das richtige Format zu sein für eine Urlaubswoche in Gesellschaft, für etwas Zusammenhängendes, Abgeschlossenes, nicht zu Umfangreiches.
Letzte Woche stattete ich dem Karlsruher Geschäft einen Besuch ab. Es ist in einem engen Hofgebäude lange nicht so exklusiv untergebracht, und „eigentlich“ brauchte ich auch nichts außer ein paar feinen schwarzen Stiften, denn ich hatte gerade angefangen, mich mit Schaffurtechniken zu beschäftigen. Und – irgendwo drauf muss man damit schließlich zeichnen – vielleicht noch ein kleines Büchlein nach Moleskin-Art …
Wie so etwas endet, wissen alle, die gern in solche Läden gehen. Mein Sortiment Stifte hatte ich schnell zusammen, und bald fand ich mich mit einem Stapel Skizzenbücher in der Bücherecke wieder. Ich erwarb ein handschmeichlerisch quadratisches Büchlein mit glattem 140er Papier und abgerundeten Ecken, einen potentiellen Begleiter für alle monochromen Tage; und als ich schon am Gehen war, fiel mir wiederum ein Leporello ins Auge – das solide 300er Aquarellpapier ließ alles guten Vorsätze zu graphischem Arbeiten dahinschmelzen. (Ein Kasten Inktense-Stifte musste auch noch mit, von denen wird später die Rede sein.)

Damit ging ich als erstes in die Konditorei Lasch gleich um die Ecke.

In den nächsten Tagen war ich mit meiner Tochter unterwegs; wir spazierten durch den Schlossgarten, erfreuten uns an den ersten Winterblühern – es war sonnig geworden nach langem Grau – und gingen in die vor einigen Jahren restaurierten Schaugewächshäuser.

Unser Tagesziel war die Ausstellung „Göttinnen des Jugendstils“ im Badischen Landesmuseum. Zwischen Femme fatale und meditierender Nonne, zwischen romantisiertem Mittelalter und Radfahrkostüm wurde nach dem Bild von Frauen in der Zeit um 1900 gesucht.

Diese „Sphinx“ des Belgiers Charles van der Stannen – ein lebensgroßer Kopf aus bemaltem Gips – strahlt eine geheimnisvolle Traumverlorenheit aus. Das überraschend individuelle Gesicht der Figur (was wiederzugeben mit leider nicht gelang) verstärkt noch die surreale Wirkung.

Gleich um die Ecke der Ausstellungsräume, in der Majolika-Manufaktur, entstand dieser Wandteller mit dem Medusenhaupt. In deutlich weniger subtiler Weise als die „Sphinx“ wird hier von (männlichen) Ängsten vor der zerstörerischen Kraft einer Frau erzählt – keine Spur von „edler Einfalt und stiller Größe“.
Kurt-Heinz
Veröffentlicht: 4. Februar 2022 Abgelegt unter: Urban Sketching | Tags: Berlin, Oranienburg, Schiff, Urban Sketching Hinterlasse einen KommentarEine gute Woche lang war ich durch Deutschland gereist, hatte Freunde und Verwandte getroffen und wieder einmal feststellen müssen, dass die Zeit nicht für alle reichte … (Und auch nicht dafür, die angefangenen Zeichnungen zu sichten, zu beschriften und zu scannen.) Ein bisschen stadtmüde war ich und wirr im Kopf von so viel S- und U- und Straßenbahn und den vielen Menschen darin – da kam mir Kurt-Heinz gerade recht.
Kurt-Heinz ist ein Dampfschlepper Jahrgang 1910 und steht im Untergeschoss des Deutschen Technikmuseums in Berlin, wohin mich zwei Berliner Zeichenfreunde eingeladen hatten. Um Kurt-Heinz herum ist es ein bisschen dämmrig und vergleichsweise still, denn die meisten Besucher zieht es hoch zu den Flugzeugen.

Das stille Schiff weckte lange vergrabene Erinnerungen an den Oranienburger Lehnitzsee, auf dem ich als Kind noch die Rauchfahnen der Dampfschiffe gesehen hatte, an einen alten Herren aus der erweiterten Familie, der aus dem Schifferdorf Malz gleich neben Oranienburg stammte und dessen Berlinisches Idiom noch mit Ausdrücken in märkischem Platt durchsetzt war. Ich erinnerte mich an einen dampfmaschinenbegeisterten Freund, der sich mit einem solchen Schiff übernommen hatte, bis es zuletzt in eben diesem Malz vor sich hin rostete …
Ich habe übrigens später noch ein bisschen nachgelesen und ein paar schöne Fotos aus Kurt-Heinz‘ aktiven Tagen gefunden, mit Wäscheleinen auf dem Vorschiff und einer freundlich aus dem engen Ruderhaus blickenden Familie.
Höchste Eisenbahn
Veröffentlicht: 5. Dezember 2021 Abgelegt unter: #uskschwerin, Herkunft, Urban Sketching | Tags: 60er, Oranienburg, Schwerin, Zug fahren 3 KommentareDie Schweriner Urban Sketchers hatten nach einem Ort gesucht, wo sie vor Weihnachten noch einmal „unter Dach“ und dennoch an weitgehend frischer Luft zusammenkommen könnten – und waren beim Schweriner Eisenbahnmuseum fündig geworden. So saßen wir bald der schönsten aller Loks zu Füßen, einer riesigen Dampflok mit der Nummer 031090. Was fehlte, war der Geruch nach Kohlenrauch – die Loks in der Halle sind schon so lange außer Dienst, dass sich davon nichts mehr gehalten hat. Ein frisch befeuertes Kohleöfchen hätten wir auch genommen, denn es wurde bald empfindlich kalt, so dass selbst die hartnäckigsten Vor-Ort-Zeichnerinnen zu Hause koloriert haben.

Die Geschichte dieser Lok lässt sich anhand ihrer individuellen Nummer nachlesen, und sie ist erstaunlich. 1982 sollte sie verschrottet werden – spezielle Stahlsorten in ihrem Innern weckten Begehrlichkeiten – und wurde von engagierten Eisenbahnern jahrelang in abgelegenen Lokschuppen versteckt; nach er Wende interessierten sich betuchte Sammler für das schöne Stück, und das Spiel ging weiter. Erst im Jahr 2000 wurde sie endlich unter Denkmalsschutz gestellt.
Als ich den Lokschuppen betrat, erinnerte ich mich zuerst an meine Kindheit in Oranienburg. Wie oft war ich, ein kleines Mädchen an der Hand ihrer Oma, an Bahndämmen entlang und durch Unterführungen gegangen, über uns donnernde Schnell- und endlose Güterzüge auf dem Weg nach Norden, Richtung Stralsund, und vielleicht noch weiter über Sassnitz nach Schweden, ins Unerreichbare, alle gezogen von Dampfloks. Vermutlich habe ich auf dort auch genau diese Lok einmal gesehen – denn sie fuhr viele Jahre lang auf eben der Strecke.
Rückblick IV – Nach Graubünden
Veröffentlicht: 17. Oktober 2021 Abgelegt unter: Bewohntes Gelände 10, Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Dom, Pilgerweg, Romanik, Schweiz Hinterlasse einen KommentarMit den letzten Regentropfen überquerte ich den Rhein und betrat den Kanton Graubünden. Noch war es kühl, über dem Städtchen Maienfeld lag auf den Felsen hinter den Wolken der erste Schnee. Maienfeld spielt in dem Roman „Heidi“ eine Rolle, sein hübsches Ortsbild mit „Städtli“, Burg und Schloss lädt zur touristischen Zeitreise geradezu ein. An dem kühlen Montagmittag war ich fast der einzige Gast und die beiden Cafés geschlossen; doch fand ich noch ein wärmendes Mittagessen und machte mich danach an eine kleine Zeichnung.

Das Blatt, mit dem ich ein neues Skizzenbuch eröffnete, blieb unkoloriert. Erst heute, an einem herbstlichen Regentag, erinnerte ich mich wieder daran, auch wenn die kühle Stimmung seinerzeit noch am gleichen Tag verflog. Heiter wanderte ich durch Rebberge meinem Tagesziel Malans entgegen, während die Wolken sich auflösten und dem gewohnten blauen Himmel Platz machten.
Der nächste Tag war als Ruhetag geplant. Gegen Mittag fuhr ich mit der Rhätischen Bahn, die mich von nun an auf Schritt und Tritt begleiten würde, nach Chur. Chur, das wegen steinzeitlicher Ausgrabungen mit dem Slogan „Älteste Stadt der Schweiz“ wirbt, hat auch nach historischen Maßstäben eine lange Geschichte; es war als „curia raetorum“ ein römischer Verwaltungssitz, davor eine keltische Siedlung und danach durchgehend bewohnt. Bereits im Jahr 451 gab es hier einen Bischofssitz, den ersten nördlich der Alpen. Aus dem Bischofssitz wurde der Churer Dom, hoch über der Stadt auf einem Felssporn gelegen, und er blieb es auch, als die Stadt unter ihm ins reformierte Lager wechselte.

Der Ort strahlt die natürliche Autorität eines uralten Siedlungsplatzes aus. Der Dom selbst ist nicht besonders groß, doch angefüllt mit Kunstschätzen aus seiner langen Geschichte; die ältesten stammen noch aus der Spätantike. Mir hatten es besonders die vier „Apostelsäulen“ angetan, streng aussehende romanische Herren, drei mit einem Buch und der vierte – Petrus – mit einem Schlüssel ausgestattet, stehen sie jeder vor einer Säule, die wiederum auf einem Löwen ruht. Der Löwe hat sich gerade eine arme Seele geschnappt: „Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.“ Am oberen Ende der Säule aber kommt ein Engel mit erhobenen Armen und in seltsamer Haltung zur Hilfe. Fast war ich geneigt, mich bei ihm an die geheimnisvolle Tübinger Sonnenfigur zu erinnern.
Rückblick I
Veröffentlicht: 10. Oktober 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Bewohntes Gelände 10, Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Bodensee, Pilgerweg, Romanik Hinterlasse einen KommentarEinige Stunden des gestrigen, vorletzten Urlaubstages habe ich damit zugebracht, die Reisetagebücher zu sichten, unterwegs eingesammelte Erinnerungen einzukleben (oder wahlweise wegzuwerfen) und noch an das eine oder andere halbfertige Bild Hand anzulegen. Es war für mich selbst interessant zu sehen, wie weit weg die Erinnerungen der ersten beiden Wegwochen schon gerückt waren – anscheinend hat mein Gehirn nur einen bedingten Speicher für neue Eindrücke.
Einen Überblick über die gesamte Wegführung gibt es hier. Insgesamt bin ich rund 280 Kilometer gelaufen, gar nicht so viel auf die Länge der Zeit, aber für mich war es genug.
Begonnen habe ich in der Bodenseeregion, in der Fachwerkstadt Pfullendorf, wo ich vor zwei Jahren aufgehört hatte. Drei Tage bin ich weitgehend über Asphalt durch die Agrarsteppe des deutschen Bodenseevorlandes gelaufen, weiter über Überlingen nach Konstanz und zur Reichenau, bis es im Schweizer Kanton Thurgau drei Tage lang durch Apfelplantagen und Streuobstwiesen ging.
Einige Bilder habe ich neu gescannt – ich bin immer etwas unzufrieden mit der Qualität der Aufnahmen unterwegs – und zeige sie hier noch einmal.



In einem Waldstück ein berührendes Denkmal für die Opfer des Flugzeugabsturzes 2002 …

… und einige Tage später begegne ich dem Satz in einer 1000 Jahre alten Handschrift wieder, die in der St.Galler Stiftsbibliothekausgestellt wird.





Anno 1698
Veröffentlicht: 26. Juni 2021 Abgelegt unter: #uskschwerin, Ink&Wash, Urban Sketching | Tags: Fachwerk, Mecklenburg, Schwerin Hinterlasse einen KommentarDie Stadt Schwerin wurde im 18. Jahrhundert von mehreren Stadtbränden heimgesucht; neben dem Dom sind nur wenige Bauten aus der Zeit davor erhalten. Eines davon ist ein winziges Fachwerkhäuschen, das schief und krumm in der nicht umsonst so genannten Engen Straße steht. (Der „Schwedenkopf“ unter dem Giebel wurde allerdings erst Anfang des 20.Jahrhunderts dort angebracht.) Es beherbergt den Ladenraum eines Schweriner Traditionsbetriebs, der Kunstdrechslerei Zettler.
Das originelle Gebäude hat es bis in die Wikipedia geschafft.

Ich war beim Zeichnen nicht allein, nach langer Pause trafen sich wieder einmal Urban Sketchers aus verschiedenen norddeutschen Städten, auch aus Berlin waren Gäste angereist. Die kleine Straßenkreuzung um das Häuschen herum bot sich mit schattigen Sitzplätzen, netten Geschäften und einem spektakulären Domblick zum gemeinsamen Zeichnen an.
