Pilgern

Mögen meine Füße den Weg des Höchsten beschreiten

Möge Gott in meinem Herzen wohnen

Möge Gott mich erfüllen in all meinem Sein.

Schutzgebet des Heiligen Fursa, Irland, 6.Jahrhundert

Viele Jahre habe ich von einer Pilgerreise geträumt. Während andere schon lange aus Santiago zurück waren, überlegte ich noch, wie ich es anstellen sollte neben meinem Beruf. Je länger ich darüber nachdachte, um so klarer wurde mir, dass der klassische Jakobspilgerweg mich gar nicht so sehr anzog. Zu Fuß wollte ich gehen und dabei möglichst viel … ja, was eigentlich? sehen. Kirchen, Klöster, heilige Orte haben mich schon immer angezogen, doch auch alte Profanbauten; gewachsene Orte überhaupt, Kulturlandschaften, die vom jahrhunderte-, manchmal jahrtausendelangen Wechselspiel zwischen dem Land und seinen Bewohnern geprägt waren.

Mit dem Plan, einmal längs durch Deutschland zu gehen, war der Satz da: Ich gehe gern über bewohntes Gelände, und so kamen mein „Pilgerprojekt“ und gleich auch dieser Blog zu seinem Namen.

Begonnen habe ich im Frühjahr 2014 am nördlichen Harzrand und bin seitdem einmal, manchmal auch zweimal im Jahr ein Stück weitergelaufen. Ich laufe (fast) immer allein; die Tage schwingen im Rhythmus des Weges, sind interpunktiert von den Momenten mit Skizzenbuch und Stift.

Auch wenn es so scheint, als wären Weg und Ziel hier zu einer Einheit verschmolzen: Es gibt eine Ausrichtung, auch im geographischen, eine Ausrichtung hin zu den Quellen unserer Religion und Kultur im nördlichen und südlichen Alpenraum und dann vielleicht weiter nach Süden, den Apennin entlang.

Ich bin langsam vorangekommen bisher, Ruhe- und Zeichenzeit waren ebenso eingeplant wie großzügige Mäander, die an Wunsch- und Herzensorte geführt haben. Dazwischen immer wieder weitläufiges Irgendwo, Forststraßen durch ausgedehnte Wälder;  Wälder, die viel größer sind als die imaginierten des Mittelalters, an dessen Ende die deutschen Lande ein einziger Kahlschlag waren, Wälder, in denen man manchmal den ganzen Tag niemanden trifft.

Hier einige Bilder der ersten Etappe von Gernrode bis Naumburg.

Etappe 2 von Naumburg nach Erfurt. Da hatte ich meinen Blog schon und daher kann man auch die Beiträge mit ausführlicheren Beschreibungen nachlesen.

Die dritte und vierte Etappe führten über den Thüringer Wald, Coburg und das Obermaintal bis nach Bamberg. 

In der fünften Etappe habe ich einen „Umweg“ über die Fränkische Schweiz genommen und kam bis östlich von Nürnberg.

https://bewohntesgelaende.blog/category/bewohntes-gelande-5/

Die sechste Etappe von Hersbruck nach Rothenburg o.d.T.   https://bewohntesgelaendeblog.wordpress.com/category/bewohntes-gelaende-6/

Weiter ging es von Rothenburg bis Rottenburg am Neckar, danach bin ich nach Osten in das über die Schwäbische Alp Richtung Bodensee gelaufen. 

https://bewohntesgelaende.blog/category/bewohntes-gelaende-7/

https://bewohntesgelaende.blog/category/bewohntes-gelande-8/

https://bewohntesgelaende.blog/category/bewohntes-gelande-9/


13 Kommentare on “Pilgern”

  1. Wenn Du doch mal den Jakobsweg, oder einen Teil davon gehen willst. Ich wohne in Kiefersfelden an der Österreichischen Grenze: Grenzübergang Kiefersfelden/Kufstein. Der Jakobsweg „geht“ auch hier vorbei. Wenn Du Lust hast, sag Bescheid. Dann können wir uns auch hier zum Zeichnen treffen. Hier eine Beschreibung: http://www.outdooractive.com/de/pilgerweg/chiemgau/auf-dem-jakobsweg-von-altenmarkt-a-d-alz-bis-kiefersfelden/6856593/
    In Erl gibt es auch noch ein sehenswertes Passionsspielhaus. Grüße, Jutta (Urban Sketcher)

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    • Liebe Jutta, danke für die Einladung. Ich bin ja noch berufstätig und gehe meinen Weg daher in Abschnitten. Kufstein ist dann so ca. 2017 bis 2018 dran, ich werde mich daran erinnern …

      Das Zeichnen gehört zur Reise mit dazu, und ich habe den Blog nicht umsonst kurz vor dem Start der zweiten Etappe an den Start gebracht, um ein medium für meine Bilder und Eindrücke zu haben.

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  2. […] Bewohntes Gelände […]

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  3. […] Bewohntes Gelände […]

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  4. […] Bewohntes Gelände […]

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  5. […] Morgrn breche ich dann von Naumburg aus auf zweiten Etappe meiner ganz persönlichen Pilgerreise. […]

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  6. […] Bewohntes Gelände […]

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  7. Rita Dahlem sagt:

    Das finde ich sehr interessant!
    Wenn es sich ergibt, kannst Du ja mal den Jakobsweg in der Lüneburger Heide gehen und mich in Wietzendorf in meiner „Galerie am Jakobsweg“ besuchen!
    Viel Freude auf Deinem Weg,
    Rita Dahlem.

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  8. […] (dem ich vor drei Jahren, bei der ersten Etappe, schon einmal eine Wegrandskizze gewidmet hatte) und Mohn passten nicht mehr drauf, und die Rosengewächse Odermennig und […]

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  9. […] vier Tagen bin ich wieder unterwegs, ein Tag Anreise und drei Gehtage, von Rothenburg o.d.T. südwestwärts über die Hohenloher Ebene, […]

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