Im Gewitter der Rosen

Weil es so schön war, gleich noch mal: nach lockerer Vorzeichnung mit Bleistift Konturzeichnung mit wasserfester Tinte (dieses Mal in rot und schwarz, beide von deAtramentis), Schatten mit der gleichen schwarzen Tinte (verdünnt) und dann darüber lasiert. Auch die Rose ist eine alte Bekannte, Marie Curie, die gerade voll in der zweiten Blüte steht.

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Wohin wir uns wenden im Gewitter der Rosen,
ist die Nacht von Dornen erhellt, und der Donner
des Laubs, das so leise war in den Büschen,
folgt uns jetzt auf dem Fuß.

 


Ein Versuch in Leichtigkeit

Man kann es ja mal versuchen. Locker die Formen andeuten, sich gar nicht erst vornehmen, jedes Detail abzubilden, und vor allem: im richtigen Moment aufzuhören. Seit Tagen holte ich mir immer neue Sträuße Gartenrosen in die Wohnung (sie halten ja nicht lange), stellte sie vor mich auf den Tisch und hoffte auf den richtigen Moment für ein Bild – heute Abend war er endlich gekommen.

(Vor Jahren, als ich den Rosenbusch neu gepflanzt hatte, habe ich winters seine ersten Hagebutten gezeichnet, die Hagebutten der Physikerin.)

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Ein Strauß Rosen der Sorte „Marie Curie“ aus meinem Garten.


Sangerhäuser Jubiläumsrose

Seit ich mich etwas intensiver mit der Abbildung von Pflanzen beschäftige, hege ich den Plan, mal alle Rosen in meinem Garten zu porträtieren. Da die meisten auch fleißig und mehrfach blühen, verschiebe ich diese Porträtsitzungen meist zugunsten vorgeblich wichtigerer Vorhaben, bis es wieder unwiderruflich Winter ist. Außerdem sind richtige „botanische“Abbildungen eine zeitaufwändige Angelegenheit.

An der „Sängerhäuser Jubiläumsrose“ habe ich mich nun mit Feder und wenig Farbe versucht. Ganz gerecht werden die relativ groben Federstriche der pudrig-zarten Schönheit nicht … Die Dame mit dem etwas sperrigen Namen – daher auch unter „Cervia“ vermarktet – ist in meiner Sammlung der Farbtöne im sanft gelbrosa Spektrum eindeutig die mit den sanftesten Tönen – am schönsten kurz nach dem Aufblühen, wenn der Apricot-Ton noch deutlich ist.

Sängerhäuser Jubiläumsrose, Federzeichnung mit Wasserfarbe in S&B Zeta.

Sängerhäuser Jubiläumsrose, Federzeichnung mit Wasserfarbe in S&B Zeta.


Die Hagebutten der Physikerin

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Hagebutten der Rosensorte „Marie Curie“, PITT Artist Pen und wasserlösliche Farbstifte

Wie kommt jemand dazu, eine lachsrosa romantische Rose „Marie Curie“ zu nennen? Vielleicht waren ja alle anderen bekannten Frauennamen schon vergeben … Wie dem auch sei, von den drei Rosen, die ich dieses Jahr auf mein neues Hofbeet gepflanzt habe, scheint sie die wüchigste und gesündeste zu sein, und dank des milden Winters finden sich sogar ein paar spät ausgereifte Hagebutten.