Dreimal schwarze Kanne

Die kleine schwarze Kanne fasst knapp vier Tassen Tee; sie hat als Alltagskanne schon meine Kindheit begleitet und ist, fast ein Wunder in über fünfzig Jahren, unbeschädigt geblieben. Heute benutze ich sie nur noch selten, doch wenn, hole ich dazu noch das andere, eben so vorsichtig verwendete schwarz-grüne oder dunkelrote Bollhagen-Geschirr raus. Dabei ist die Kanne selbst gar nicht von Bollhagen, jedenfalls trägt sie keine Marke, auch wenn sie perfekt den Geist – man kann es auch einfach die Mode nennen – der 50er, 60er Jahre verkörpert.

Zeichnen wollte ich sie schon lange mal; jetzt ist eine kleine Serie daraus geworden, mit unterschiedlichen Zeichenmaterialien.


Die Versionen 2 und 3 sind beide heute entstanden, und zwar auf mit etwas Wasserfarbe vorgrundiertem Papier.


Zitronenlicht

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Drei Zitronen in einer Kupferschale. 22×22 cm

 Der Spätherbst beginnt, wenn Zitronen und Orangen im Lampenlicht leuchten, auf dem Markt oder zu Hause, wenn das fluoreszierende Gelb und Orange einen Kontrapunkt zum grauen Himmel und den dunklen Fenstern bildet.

Diese drei Zitronen habe ich einige Tage umkreist und gehütet und schon mal vorsorglich ein paar neue eingekauft, damit die Zitronen für den Tee trotz der Malerei nicht knapp werden. Die Kupferschale stammt aus Bulgarien und hat vermutlich in den 80ern den Weg in meinen Haushalt gefunden, zusammen mit einigem anderen handgeschmiedeten Kupfergeschirr.

Gelb mit starken Schatten ist ja die eine oder andere Übung wert, weil es leider schnell grau und matschig wird. Hier habe ich mich, passend zum Kupfer, für ein Grünspangrün entschieden. Eine andere Version mit einem auf Violetttönen basierenden Grau hat mich nicht so überzeugt.