Herbstlicht
Veröffentlicht: 16. November 2019 Abgelegt unter: Urban Sketching | Tags: Dom, Schloss, Schwerin Hinterlasse einen KommentarNoch ist er nicht zu Ende, der Rückblick auf die Oktoberreise, da schieben sich nachdrücklich die nächsten neuen Zeichnungen in den Vordergrund – und sind heute schon wieder nicht mehr ganz so neu.
Letztes Wochenende traf sich die noch frische Schweriner Sketcherinnen-Gruppe am Schloss. Die Herbstsonne schien aus voller Kraft, kein Windhauch – wir konnten den ganzen Tag draußen zeichnen.
In einem versteckten Winkel des Burggartens steht dieser kriegerische David mit dem abgeschlagenen Kopf des Riesen Goliath und regte mich dazu an, zu meinen Inktober-Utensilien zu greifen: Stillman&Birn Nova Grey, Marker und Tinte in schwarz, weiß und grau. Das Fenster im Hintergrund suggeriert einen Innenraum – es war aber eine Spiegelung.

Danach entschied ich mich für ein friedlicheres, der Schönheit des Moments angemesseneres Motiv: eine meiner Mitzeichnerinnen im schrägen Herbstlicht.

Am Nachmittag, als die Sonne schon am Sinken war, kam noch ein drittes Bild dazu: der Blick auf den Dom vom Café Rothe in der Puschkinstraße aus. Dort hatten wir beim kleinen Nordtreffen am 01.Juni schon mal gesessen, ebenfalls bei schönsten Wetter – und wie anders wirkte das Motiv nun bei veränderter Tageszeit im Gegenlicht! Also holte ich noch einmal das S&B Nova heraus und skizzierte vor Ort lediglich die Dachlinie und einige wenige Binnenstrukturen. Die Farbe (und nicht zu wenig davon!) kam dann heute aufs Blatt.

Von Meßkirch nach Wald
Veröffentlicht: 9. November 2019 Abgelegt unter: Bewohntes Gelände, Bewohntes Gelände 9, Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Bodensee, Engel, Oberschwaben, Pilgerweg, Renaissance Ein KommentarZuerst fielen mir die Vögel auf den Antennen auf. Wann hatte ich zuletzt Antennen auf einem Dach gesehen? Das Haus darunter bemerkte ich später, als ich meinen Rundgang durch die überschaubare Innenstadt von Meßkirch beendet hatte. Ein Haus, das aussah wie die Abrisshäuser, in denen wir als Greifswalder Studenten gelebt hatten, in einer fernen, sagenhaften Zeit, in der ein Klohäuschen auf dem Hof zwar nichts Tolles, aber auch nichts Spektakuläres war.
Das Haus, dieses Meßkircher Haus, war seit der Plumpsklo- und Antennen-Zeit sichtlich nicht umgebaut worden, doch war es auch nicht gänzlich verfallen. Auf der kleinen Treppe, die zu Tür und Toilettenanbau führte, sah ich einen Oleander im Topf und eine ganze Batterie an Gießkannen – jemand nutzte diesen Ort. Wer, das bekam ich leider nicht heraus, doch ich nahm mir bis zum Dunkelwerden Zeit für Fensterbänke, Fachwerk und bröckelnden Putz. Zu Hause bin ich dann noch einmal mit Farbe darüber gegangen.

Am nächsten Morgen wandte ich mich der erhaltenen Architektur zu. Das Meßkircher Rathaus hatte ich schon den ganzen Morgen aus meinem Zimmerfenster betrachtet, und als die Putzfrau kam und ich ausziehen musste, setzte ich mich auf die Treppe darunter und zeichnete weiter: überquellendes Renaissance-Dekor, Säulen, Hermen, Schnecken, Wappen … Als sich der in der Bodenseeregion allgegenwärtige Nebel hob, war gleich noch einmal so viel davon zu sehen.

Gegen Mittag machte ich mich durch einen langen, herbstlich-heiteren Wald auf den Weg nach Kloster Wald. Das ehemalige Zisterzienserinnen-Kloster beherbergt heute eine Internatsschule, doch die Kirche ist der Öffentlichkeit zugänglich. In der fallenden Dämmerung zeichnete ich, was man in Barockkirchen immer reichlich findet: ein pausbäckiges, bubenhaftes Engelchen.

Alle drei Bilder sind in meinem schönen, aber leider wegen des quadratischen Formats etwas unpraktischen Stillman&Birn Softcover Beta Skizzenbuch auf mit etwas Aquarellfarbe vorgrundierten Seiten entstanden.
Zwei mal zwei
Veröffentlicht: 15. September 2019 Abgelegt unter: Mixed Media, Urban Sketching | Tags: Auto, Dom, Ludwigslust, Schwerin Hinterlasse einen KommentarIn den letzten beiden Wochen hatte ich viel zu tun, zum Zeichnen kam ich immer nur sporadisch: zwischendurch im Einkaufszentrum ein paar Passanten (Üben! Üben!), die hier nicht gezeigt werden sollen. Das Objekt der Begierde vom letzten Wochenende konnte ich nur in Etappen fertigstellen, die letzte heute Abend am Zeichentisch. Dafür habe ich es gleich zweimal gezeichnet, einmal „normal“ – Linie zuerst – und einmal „color first“.
Ich hatte die alte Ludwigsluster Autowerkstatt schon lange ins Auge gefasst, immer fürchtend, jemand könnte sie abreißen oder auch nur zu Tode renovieren, bevor ich sie zeichne. Repariert wird da übrigens schon lange nichts mehr – sie dient als Carport.

Variante 1 – Linie zuerst. 
Variante 2 – zuerst die Farbe.
Heute war Sonntag, in Schwerin gab es gleich zwei nette Märkte und ich hatte Zeichenzeit eingeplant. Die Marktbesucher (Üben! Üben!) gibt es hier nicht zu sehen, dafür gleich zwei Domblicke auf getöntem Papier. Für einen Vortrag will ich verschiedene Varianten von Negativräumen zeigen; dabei kam mir die Idee, dass auch der Himmel, zeichentechnisch gesehen, ein Negativraum ist, und was für einer! Variante zwei ist eine Übung in Gouache.

Der Himmel über Schwerin. 
Eine Übung in Gouache.
Autos in der Stadt
Veröffentlicht: 1. September 2019 Abgelegt unter: Urban Sketching | Tags: Auto, Schwerin 3 KommentareMit den Autos ist das so eine Sache: Wie viele Errungenschaften des modernen Lebens werden sie lieber genutzt als gezeichnet. Ich nehme mich da selbst nicht aus, auch wenn ich sie seit seit dem hinreißenden Workshop von Dave Robb in Eutin mit anderen Augen sehe. Daves wichtigste Botschaft an diesem denkwürdigen Vormittag: Dieses blaue Auto ist nicht blau. (Sondern silbern, spiegelnd, leuchtend, grün, rot und und und …)
Als ich gestern Vormittag am Schweriner Schelfmarkt um die Ecke bog, um zum ersten Treffen der neuen Schweriner Urban-Sketcher-Gruppe (!) zu gehen, sprangen mir die im Schatten der Linden geparkten Autos ins Auge. Das wäre mein Motiv für nachher! Und, ja, es ist es dann auch geworden, auch wenn mir der dunkle Vordergrund vor dem hell orange leuchtenden Haus ordentlich was zu knabbern gab. Dafür hatte ich aber wirklich ein blaues Auto erwischt, noch dazu eins, an dem relativ viel Blau zu sehen war.

Für mein zweites Bild nahm ich mir eine Jugendstilfassade vor, die ich schon immer mal hatte zeichnen wollen. Obwohl ich beste Bedingungen vorfand dort im luftigen Schatten auf dem schönen alten Platz, biss ich mir an dem Motiv fast die Zähne aus – zu viel auf einmal, zu dünner Stift, zu glattes Papier … Und dann stand da auch noch dieses knallrote Auto … Sollte ich das überhaupt kolorieren? Ich sollte – und unversehens hatte ich mich mit dem Bild versöhnt. Auch wenn von der Jugendstilfassade nicht viel zu sehen ist.

Fertig werden
Veröffentlicht: 24. August 2019 Abgelegt unter: Allgemein, Amsterdam 2019, Ink&Wash, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Amsterdam, Aquarell, visuelles Tagebuch Ein KommentarWer kennt das nicht: Eigentlich – schon das Wort, „eigentlich“ … eigentlich sollte es verboten werden – also eigentlich ist das Projekt fertig. Bis auf, nun ja, diese Kleinigkeit: zwei letzte Kisten müssen noch ausgepackt werden, die in der Mappe nach hinten gepackten Schriftstücke abgezeichnet und diese kaputte Glühbirne ausgewechselt … Und, es ist wie verhext, obwohl diese kleinen, unerledigten Dinge gar nicht wichtig sind, nichts von ihnen abhängt, so kleben sie uns an den Fersen und machen die nächsten Schritte schwer.
So ging es mir mit den allerletzten Amsterdamer Bildern. Sie waren fertig, mussten nur noch gescannt werden. Eigentlich, bis auf die Schrift. Wie blöd, der blaue Füller ist grad leer. Mach ich morgen. Und die Schatten noch mal vertiefen neben dem Bagel. Muss erst trocknen, bevor ich die Schrift … und der Füller, wo war der noch mal abgeblieben … ?
Heute, an einem dieser wunderbar duftenden Augustmorgen, war es endlich so weit: Farbe in den Füller, Schatten vertieft, Schrift ergänzt … Ging ganz schnell und hat gar nicht wehgetan.
Stehen geblieben war ich am Freitag, dem 26.Juli, als ich im Buntstiftfarbenrausch eine Dachlinie nach der anderen zeichnete. Für den Samstag hatte ich einen Kurs bei Norberto Dorantes gebucht: „Line Flow: Discover How a Simple Line Can Be a Launch Point and Join Spaces“ Rein formal ging es hier um schnelles lineares Zeichnen und um intuitive Komposition – dahinter leuchtete immer wieder das Wort „Vertrauen“ auf, keine Angst zu haben vor den manchmal unerwartet riesigen weißen Flächen, die sich in unseren Skizzenbüchern auftun.

Blick von der Nemo-Terrasse zur großen Baustelle. 
Am Ausschank im Dachrestaurant.
Den Schwung habe ich in den Nachmittag und die nächsten Tage mitgenommen, auch zu Hause hat er mich noch ein wenig begleitet.

Pat Southern-Pearce zeichnend auf der Dachterrasse der Bibliothek. 
Abschiedsfrühstück am nächsten Vormittag.
Abends schwirrte mir der Kopf derart vom Trubel, dass ich die Abschlussveranstaltung schwänzte und mich ganz allein auf den Kai vor dem Nemo setzte. Das Ergebnis war ein schnelles Aquarell, ganz ohne Linien und noch einmal anders als die verschiedenen Stile, die ich an den Vortagen ausprobiert hatte.

Mittwochsmarkt
Veröffentlicht: 21. August 2019 Abgelegt unter: Alltag, Mixed Media, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Markt, Pat Southern-Pearce, Schwerin, visuelles Tagebuch Hinterlasse einen KommentarIch wollte immer schon mal auf dem Schweriner Mittwochsmarkt zeichnen, doch es ist nie etwas daraus geworden. Heute hatte ich es mir fest vorgenommen und saß mit gespitztem Bleistift und neuem „Schmierheft“ (dem hübschen Rausreißbuch von Leuchtturm1917 aus dem Amsterdamer Gabenbeutel) auf einem der begehrten Außenplätze vom „Fuchs“. Ich wollte den Schwung vom letzten Wochenende nutzen und Menschen zeichnen.
Das tat ich auch – erst einmal. Doch der Kaffee war noch nicht ausgetrunken, als mich die Dächerlinie und der dramatische Himmel magisch anzogen, ich mein Aquarellbuch rausholte und ein bisschen was im Stil von Pat Southern-Pearce probierte – nur eben mit Aquarell und auf weißem Blatt. Ich begann mit der Dächerlinie, kolorierte dann den Himmel und widmete den Gebäuden möglichst wenig Aufmerksamkeit.
Und was wurde aus den „gesture drawings“? Die zwei ausdrucksstärksten habe ich zu Hause ausgeschnitten und in die „Sense-of-Place“-Kästchen geklebt, die ich schon vorbereitet hatte. Das Ergebnis ist eine Symbiose aus zwei sehr unterschiedlichen Seminarerfahrungen, ein bisschen unruhig und „wild“, und ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Menschen!
Veröffentlicht: 18. August 2019 Abgelegt unter: Alltag, Mixed Media, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Hamburg Hinterlasse einen KommentarDieses Wochenende habe ich Menschen gezeichnet, und zwar viele. Unter Anleitung der Illustratorin Nicola Maier-Reimer ging es zwei Tage lang vor allem um eines: das Erfassen der menschlichen Gestalt in Bewegung. Stundenlang saßen wir in Hamburger Einkaufszentren und Selbstbedienungsrestaurants und versuchten, nicht nur schnell zu sein, sondern uns auch in die gezeichneten Gegenüber einzufühlen.


Die Zeichnung auf der Bäckertüte ist ein kleiner Spaß am Rand.
Immer noch Amsterdam
Veröffentlicht: 14. August 2019 Abgelegt unter: Amsterdam 2019, Hommage, Mixed Media, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Amsterdam, Hommage, Moderne, Pat Southern-Pearce Hinterlasse einen KommentarJa, immer noch, und immer noch die Nachwirkungen des Workshops bei Pat Southern-Pearce: getöntes Papier, Kreide, ein leuchtender Himmel, Schrift und Kästchen mit Details. Hier nun das letzte Bild aus dieser Serie, entstanden am Freitagabend, als die Stadt noch heißer, noch lauter, noch voller zu sein schien als an den vorangegangenen Tagen. Ein bisschen von dieser Stimmung hat sich in meinem Bild niedergeschlagen, ein bisschen Unruhe in den unterschiedlichen Schriften, Hintergründen, Kästchen …

Es wird das vorerst letzte aus dieser Serie bleiben; als nächstes werde ich beobachten, ob sich etwas von dem Gelernten mit dem Bisherigen verbinden mag. Wobei nicht einmal alles neu ist – verschiedene Schriften habe ich schon immer gern verwendet und auch mit Stiften und Kreiden arbeite ich nicht zum ersten Mal.
A Sense of Place and a Story Told …
Veröffentlicht: 11. August 2019 Abgelegt unter: Allgemein, Amsterdam 2019, Mixed Media, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Amsterdam, Beginen, Hommage, Pat Southern-Pearce, visuelles Tagebuch Ein Kommentar…, das war der Titel des zweiten Workshops, den ich in Amsterdam besucht habe. Gehalten wurde er von Pat Southern-Pearce, der großen alten Dame des Urban Sketching. Wie erfasse ich den Geist eines Ortes? Pat hat uns ihren Weg dazu gewiesen, oder besser: einen ihrer Wege, denn auch wenn sie einen charakteristischen Stil hat, so ist sie doch eine sehr vielfältige Künstlerin.
Technisch unterscheidet sich das Gelernte wesentlich vom Gewohnten, was für mich einen Teil des Reizes ausmachte: getönte Papiere, Farbstifte, Kalligraphie, das Arbeiten von dunkel nach hell … doch wie die Überschrift ahnen lässt, waren die Methoden Mittel zum Zweck, um zur Ausstrahlung eines Ortes vorzudringen. Und was da strahlt, ist zumindest draußen erst einmal der Himmel, daher bekommt er, gebändigt von der Dachlinie, den ersten großen Auftritt. Dazu kommen kleine „Bilder im Bild“ und sorgfältig placierte Schrift.
Das erste Übungsbild aus dem Workshop demonstriert dieses Vorgehen. In zweien der „Kästchen“ haben wir mit unseren Farbmaterialien experimentiert, den Rest frei gewählt.

Am Nachmittag des selben Tages habe ich das Gelernte auf ein anderes Motiv angewendet – den Begijnhof. Das zweite Bild von diesem Ort entstand an einem ruhigen Sonntagmorgen – ich habe es bereits gezeigt. Das erste allerdings – dieses hier – anzufertigen, glich ein wenig einem Hindernislauf. Vor den vielen Menschen zog ich mich in die Kirche der English Reformed Church zurück, die leider bald darauf schloss – ich schaffte es noch, die Umrisslinien der komplexen Balkenkonstruktuion zu zeichnen. Als ich gerade das Gleiche beim Eingang der katholischen Kapelle und den Zeichnern davor geschafft hatte, schloss auch der Hof – sicher sehr zur Freude der Anwohner, deren Geduld durch die vielen Menschen auf eine harte Probe gestellt wird.

Heute bin ich endlich dazu gekommen, das Bild fertigzustellen. Jenseits der technischen Details habe ich viel dabei gelernt. Das Vorgehen ist von meinem sonstigen ziemlich weit entfernt – fülle ich doch gern schwungvoll ganze Blätter mit einem Motiv. Diese andere Arbeitsweise könnte – adaptiert an meine üblichen Materialien – eine schöne Methode sein, mit der relativen Materialknappheit auf dem Pilgerweg umzugehen.
Begijnhof
Veröffentlicht: 8. August 2019 Abgelegt unter: Amsterdam 2019, Hommage, Mixed Media, Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Amsterdam, Beginen, Madonna, Pat Southern-Pearce Ein KommentarIm Herzen des Amsterdamer Touristenrummels, zwischen Büchermarkt und Stadtmuseum, gibt es einen Ort der der Stille. Oder sagen wir mal: es gibt ihn vermutlich zwischen 17:00 und 09:00, wenn die Tore für Touristen verschlossen sind und der Platz denen gehört, die darin wohnen. Am Tage strömen die Menschen, zu denen auch ich zähle – immer sind wir selbst ein Teil des Problems – durch den für die Öffentlichkeit freigegebenen Teil und erdrücken durch ihre schiere Menge das, wonach sie suchen.
Ich nahm drei Anläufe, im Begijnhof zu zeichnen. Beim den ersten beiden wurde die Zeit knapp, weil anderes anlag oder die Tore schlossen; erst beim dritten, am Sonntagmorgen vor der Abfahrt, fand ich Zeit und Ruhe, etwas vom Zauber des Ortes einzufangen, in dem seit hunderten von Jahren fromme Frauen – Beginen – gelebt und gearbeitet hatten.

Das Bild ist nach Anregungen der britischen Künstlerin Pat Southern-Pearce, deren Workshop ich in Amsterdam besucht hatte, entstanden. Es ist das letzte Bild aus einer Serie, doch da ich auf der Heimfahrt im Zug daran arbeiten konnte, kam es – im Gegensatz zu den anderen – schon fast fertig in Schwerin an. Nur die Schrift und die Detailzeichnung der Madonna habe ich noch ergänzt. Dieses Madonna am Giebel sagt uns, dass wir uns am Ort eines lange Zeit sehr diskret, weil in eigentlich strikt calvinistischem Umfeld, praktizierten Katholizismus befinden.


