Neckartailfingen
Veröffentlicht: 15. Mai 2019 Abgelegt unter: Bewohntes Gelände 8, Reiseskizzen | Tags: Pilgerweg, Romanik, Schwaben Hinterlasse einen KommentarFast wäre ich an der Kirche vorbei gegangen. Nachdem ich am früheren Morgen bei kühlem, aber freundlichen Wetter am Ulrichstein in Hölderlins Gesellschaft gefrühstückt hatte, dann im auffrischenden Wind über ein Stück Hochebene mit Spargelfeldern und einer Alpakafarm (es sollte nicht die letzte auf der Tour bleiben!) gewandert war, zog es sich zu und begann wieder zu regnen: Zeit für eine Rast im Bäckerimbiss (wohl dem Ort, der einen hat!).
Und dann, im endlichen Weitergehen, war die Kirche da, wo sie hingehört in einem Flußtal: am halben Hang zwischen Wind und Überschwemmung, im ältesten Siedlungskern. Also noch mal bergan, einen schnellen Blick werfen und vergeblich auf die Klinke drücken … doch die Tür ging auf und drinnen verschlug es mir den Atem: Der Raumeindruck ist so ungewöhnlich wie überwältigend: ein hohes, sehr schmales Schiff mit zwei ebenso schmalen Seitenschiffen, Rundbögen, reine Romanik trotz der hoch aufragenden Maße, und eine reiche ornamentale und figürliche Ausmalung in Apsis und Chor.

Natürlich ist es mit diesem romanischen Kleinod wie mit vielen anderen seiner Art: was uns so wunderbar archaisch erscheint, ist Ergebnis wiederkehrender Um- und Anbauten, Freilegungen und Übertünchungen, sich wandelnder Moden in Glaube und Anschauung … Die herrlich proportionierten Säulen waren über Jahrhunderte von Emporen verdeckt, die Malereien überstrichen – erst seit etwa hundert Jahren hat die Kirche ihre heutige Gestalt.
Landpartie
Veröffentlicht: 1. März 2019 Abgelegt unter: Architektur, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Gotik, Romanik, Symbole, Taufstein, Wismar 5 KommentareLetztes Wochenende, bei diesem unglaublichen Wetter, waren wir auf Landpartie. Zwischen grünen Wiesen und unter tiefblauem Himmel, noch ohne Lerchen, so saßen wir: meine kleinen Großnichten selig auf einem Pferderücken und ich – nicht minder selig – mit Stift und Block in der Landschaft.

Am Nachmittag trennten sich die Wege, und ich fuhr ein paar Kilometer weiter nach Hohenkirchen, das seinen Namen zu Recht trägt. Als eine weithin sichtbare Landmarke steht die wuchtige gotische Kirche etwas oberhalb des Dorfes auf einem Hügel; zeitlos, wie es scheinen will, als wäre sie schon immer da gewesen.

Zu meiner Freude war die Kirche geöffnet. Drinnen erwartete mich eine Überraschung: ein frühmittelaterlicher Taufstein, sichtlich älter als die gotische Kirche. Vieles spricht dafür, dass diese Art von Taufsteinen sogar älter ist als das offizielle Datum der Chrisianisierung Mecklenburgs. Sie legen Zeugnis ab von Glauben und Ritus bäuerlicher Volksgruppen, über die wir nur wenig Gesichertes wissen.

Einmal nirgends und zurück – Teil 2
Veröffentlicht: 29. August 2018 Abgelegt unter: Allgemein, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Dom, Fachwerk, Harz, Romanik 2 KommentareVon Salzwedel aus bin ich am Abend noch über schnurgerade leere Straßen bis Königslutter gefahren und habe dort übernachtet, um mir am nächsten Tag den Kaiserdom anzusehen. Königslutter kannte ich bisher nur aus den Verkehrsnachrichten, und erst vor kurzem hatte ich erfahren, dass das Städtchen eine bedeutende romanische Kirche beherbergt. Gestiftet wurde sie vom mittelalterlichen Kaiser Lothar III. als Grablege und Klosterkirche, ein Dom im Sinne eines Bischofssitzes ist sie nie gewesen.
Das Kircheninnere ist kurz vor 1900 bis auf den letzten Quadratzentimeter in neoromanischem Stil ausgemalt worden. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich es reizvoll gefunden, mich auch diesem Malereien skizzierend zu nähern; so konzentrierte ich mich auf das, was meiner Vorstellung von Romanik näher kam: den Kreuzgang und die Außenansicht.
- Kreuzgang im Königslutter Dom – mal wieder eine Übung in Perspektive.
- Außenansicht, erkauft mit einem ungenießbaren Stück Kuchen und einem Draußen-nur-Kännchen-Kaffee im Domcafé.
Dann musste ich leider doch auf die verstopfte Autobahn, um noch rechtzeitig in Mühlhausen einzutreffen. Auf dem Fest habe ich, anders als sonst manchmal, kaum gezeichnet; nur die Hündin einer alten Bekannten konnte mir eine Skizze entlocken.

Die Hündin Amani.
Auf der Rückfahrt wählte ich entlang des Westharzes die Landstraße und rastete in Osterode. Was einmal das Westberlin nächstgelegene Gebirge war, ist unübersehbar von Überalterung und Leerstand geprägt; für die Dauer einer Mittagsrast habe ich dann aber doch ein „hübsches“ Motiv gewählt.

Frühbarocker „Ritter“ als Zierde an einem Fachwerkhaus in Osterode.
Straßburg – Teil 3 und Schluss
Veröffentlicht: 6. Juli 2018 Abgelegt unter: Allgemein, Architektur, Bewohntes Gelände 7, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Romanik, Straßburg Ein KommentarAn meinem letzten Straßburger Tag konnte ich dann doch noch Freundschaft mit dem Münster schließen. Wiederum am zeitigen Vormittag fand ich es dieses Mal geöffnet, Nonnen eilten zur Messe in einer Seitenkapelle und der Sicherheitsmensch am Eingang wies auch mich nicht ab.
Da saß ich dann endlich glücklich fast allein in der großen Kirche. Beim Anblick der hypergotischen Westfassade mag man nicht vermuten, dass der östliche Teil – Chor, Apsis und ein Teil der Querschiffe – in einem prächtigen romanischen Stil erbaut sind. Dorthin setzte ich mich und versuchte mich wieder einmal in Perspektive. Vor Ort zog ich nur Bleistiftlinien, Schattierungen und Farbe kamen erst zu Hause dazu. Für die Schatten blieb ich bei Graphit in Form von wasserlöslichen Graphitstiften und ganz zum Schluss noch etwas Aquarellfarbe mit Graphitpigment.

Der romanische Chorraum des Straßburger Münsters am Morgen.
Abends dann der Gegenentwurf zur sorgfältig ausgemessenen Perspektive: ein kleiner Versuch, die Atmosphäre der Stadt einzufangen, natürlich wieder von einem Restauranttisch aus, der dieses Mal auf eine belebte Straßenkreuzung schaute.

Vor dem Restaurant „Chaîne d’or“ in Straßburg.
Straßburg 2
Veröffentlicht: 3. Juli 2018 Abgelegt unter: Allgemein, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Fachwerk, Gotik, Romanik, Straßburg Hinterlasse einen KommentarWohin morgens in Straßburg als Erstes, noch in der ersten Frische des Tages? Natürlich zum Münster! Leider trog das Schild, das eine Öffnung ab sieben Uhr versprach, und so machte ich mich auf den Weg nach erstens anderen Zeichenmotiven und zweitens Frühstück.
Nach einigem Umherwandern fand ich beides auf der Pláce Kléber mit Blick auf die Kirche „Saint-Pierre-le-Jeune protestant“ – („Jung-St.Peter protestantisch“) Der Namenszusatz „jung“ täuscht insofern, als hier schon in vorkarolingischer Zeit eine Kirche stand – und auch diese hier, auf meinem Bild sichtlich gotisch, hat einen romanischen Kern mit schönem und vom Stadtgewimmel abgeschirmten Kreuzgang.

Links der Blick von der Place Kléber zur Kirche St-Pierre-le-jeune protestant in Straßburg. Rechts der Sarkophag des Adelochus in der Kirche St.Thomas.
Am späten Vormittag versuchte ich es noch einmal mit dem Münster – es war völlig überfüllt mit Schulklassen und Rentnergruppen, nur auf vorgeschriebenen Wegen zu betreten und ohne die Andeutung eines ruhigen Platzes. Ich ergriff bald wieder die Flucht.
Nachmittags zeichnete ich in St.Thomas, die mir am Vortag schon ein willkommenes abendliches Motiv gewesen war, den Sarkophag des Adelochus. Nicht, dass ich wüsste, wer Adelochus gewesen war, doch sein Sarkophag ist eine wunderschöne romanische Bildhauerarbeit, klein und zierlich, keine anderthalb Meter lang steht er auf seinen Löwenfüßen mitten im Raum. Man kann ihn von allen Seiten betrachten und sich dann in aller Ruhe einen Stuhl nehmen, die Lesebrille aufsetzen und in Zwiesprache mit dem romanischen Stein treten – Berührung eingeschlossen – ohne dass eine Aufsichtsperson eingreift.
Nachdem ich den halben Tag mit alten Steinen zugebracht hatte, verspürte ich ein dringendes Bedürfnis danach, lebendige Menschen zu zeichnen! Das tat ich dann bei Kaffee und Macarons vor dem „Atelier 116“, einer belebten Biobäckerei.

Abends setzte ich mich, inzwischen adaptiert, mitten ins Getümmel im alten Fachwerkviertel „Petit France“. Ich wählte das Restaurant mit dem schönsten Blick aus, so dass mein Zeichnung von Zwiebelsuppe und Sauerkraut begleitet wurde.

Im Fachwerk- und Touristenviertel „Petit France“ in Straßburg.
Straßburg
Veröffentlicht: 1. Juli 2018 Abgelegt unter: Allgemein, Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Gotik, Löwe, Romanik, Straßburg Ein KommentarZum Abschluss meiner Reise habe ich mir noch einen lange gehegten Traum erfüllt und bin für drei Tage nach Straßburg im Elsass gefahren. Als ich ankam, musste ich mich erst einmal orientieren – nach elf Wandertagen, die ich weitgehend fern von Menschenansammlungen verbracht hatte, fand ich die Stadt bei aller Schönheit voll und anstrengend. Im Münster wurde ein großer Gottesdienst zelebriert – später erfuhr ich, eine Priesterweihe – die Menschen drängelten sich um den Eingang und alles war laut und viel … (Dem Münster mit dem Herzen nahe zu kommen sollte sich auch an den kommenden Tagen als nicht ganz einfach erweisen.)
Ich zog mich in das angrenzende Musée de l’Œuvre Notre-Dame zurück, in dem neben vielen anderen mittelalterlichen Stücken Teile des originalen Figurenschmucks der Münsterfassade zu betrachten sind. Nach einigem Abwägen entschloss ich mich, einige der Löwen zu zeichnen, die sich über dem Hauptportal auf einer Treppe befinden. Diese Treppe führt symbolisch zu den Thronen des König Salomon und der Gottesmutter Maria. Das wusste ich allerdings noch nicht, als ich den geradezu putzigen Löwen im Museum im wahrsten Sinne auf Augenhöhe begegnete. (Eine Treppenstufe ist ca. 50 cm hoch.) Wie spielende Kätzchen oder junge Hunde tollen sie auf ihrer Treppe herum, und je länger ich sie zeichnete, um so mehr wärmten sie mir das Herz. (Natürlich sieht man auch hier, wie bei vielen anderen mittelalterlichen Löwenskulpturen, dass der Bildhauer nie einen wirklichen Löwen gesehen hat.)

Skulpturen junger Löwen vom Portal des Straßburger Münsters.
Danach lief ich recht ziellos durch die Stadt und es war mir eigentlich immer noch viel zu voll. Auf dem Platz an der Thomaskirche kam ich dann zur Ruhe und ließ mich von ihrer romanischen Wuchtigkeit beeindrucken. Diesen Eindruck habe ich dann auch versucht zu Papier zu bringen – und es ganz bewusst etwas ruppig angehen lassen.

St.Thomas in Straßburg.
Westwerk
Veröffentlicht: 26. Mai 2018 Abgelegt unter: Allgemein, Architektur, Mixed Media, Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Architektur, Drübeck, Kloster, Romanik Ein KommentarKirchen sind in den meisten Fällen in Ost-West-Richtung gebaut, unser Ausdruck „Orientierung“ stammt daher, sie sind nach Osten, Richtung Orient, ausgerichtet. Zum Lichten, Hellen, zum Sonnenaufgang hin stand in mittelalterlichen Kirchen der Hauptaltar; nach Westen, von wo die Nacht mit ihren Dämonen heraufzog, baute man Bollwerke, Türme, manchmal symbolisch, manchmal durchaus von realem Verteidigungswert. „Westwerk“ nennen Kunsthistoriker diese westlichen Querriegel.
In Drübeck habe ich mich am letzten Abend vor die Westseite der Kirche gesetzt und im sinkenden Licht erst einmal eine schnelle Vorzeichnung in einer Linie gemacht, immer wieder hilfreich, um herauszufinden, was mich an einem Motiv am meisten interessiert. Dann ging es los mit Perspektive, schön ordentlich mit Abmessen und Hilfslinien. Den Moment, auf einen etwas kräftigeren Stift umzusteigen, habe ich verpasst, und irgendwann wurde es auch am schönsten Frühlingsabend dunkel.
Zu Hause, heute, habe ich der Zeichnung erst ordentlich Farbe verpasst – und dann doch noch ein paar kräftige Linien eingefügt, weil das Ganze mir ansonsten zu vage war.
- Erste schnelle Vorzeichnung, weitgehend in einer Linie.
- Zarter grauer Marker (Derwent) auf vorgetöntem Grund (Stilmann&Birn Zeta)

Erst Farbe, dann kräftigere Linien mit Füller – die Westfassade der Drübecker Kirche im Abendlicht.
Drübeck
Veröffentlicht: 22. Mai 2018 Abgelegt unter: Allgemein, Architektur, Reiseskizzen, visuelles Tagebuch | Tags: Drübeck, Harz, Kloster, Romanik Hinterlasse einen KommentarDas Drübecker Kloster ist nicht nur schon lange kein Kloster mehr, der frühmittelalterlich-archaische Eindruck seiner Kirche ist auch kein Relikt, sondern (vorläufiges) Ergebnis einer langen Reihe von Um- und Anbauten, Plünderungen, Bränden, Abrissen, Wiederaufbau und Rekonstruktion; beim letzten, gestaltgebenden wurde in den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts gleich ein ganzes Seitenschiff wieder aufgebaut.
So ist der Raumeindruck im entkernten Innern auch nur mäßig harmonisch, der zeichnende Blick sucht nach Details und findet sie in den üppig und recht unterschiedlich verzierten Kapitellen. Besonders angetan hat es mir eines mit Eckmasken und verschlungenen, langobardisch anmutenden Mustern. Es stammt, so lese ich, nicht aus der ersten Bauphase – da versuchte man noch, das untergegangene Rom zu imitieren – sondern aus der Hochromanik.

Säule mit reich verziertem Kapitell in der Drübecker Klosterkirche.

Reicher Kapitellschmuck mit bärtigen Mützenmännern, über deren Bedeutung wir nichts mehr wissen.
QiGong im Kloster
Veröffentlicht: 21. Mai 2018 Abgelegt unter: Allgemein, Mixed Media, Reiseskizzen, visuelles Tagebuch | Tags: China, Drübeck, Harz, Kloster, QiGong, Romanik 2 KommentareNatürlich ist es schon lange kein Kloster mehr; seit Reformation und Bauernkrieg leben im Harzer Kloster Drübeck keine Nonnen, und auch die adeligen Stiftsdamen sind schon vor über hundert Jahren ausgezogen. Doch es gibt eine romanische Kirche, ummauerte Gärten, Hotelzimmer mit ehrwürdigen Möbeln und im Hof eine fast 300jährige Linde.

Die Drübecker Klosterkirche im letzten Abendlicht.
In diesem fast schmerzlich schönen Ambiente habe ich ein pfingstlich beseeltes QiGong-Seminar besucht und jede Minute genossen – Ost traf auf West, Lao-tse auf Luther …

QiGong-Übungen in einem der ummauerten Gärten.

„Selbst an den Gesten der Schöpfung teilnehmen“ – der Qi-Gong-Lehrer Manfred Geissler zitiert den Frankochinesen François Cheng.
Ausblick, Rückblick
Veröffentlicht: 26. Juni 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Bewohntes Gelände 1, Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Gotik, Harz, Pilgerweg, Romanik Ein KommentarZuerst der Ausblick: Vom 4.September 2016 an werde ich einige meiner Bilder in einer Ausstellung zeigen, und zwar in der Auferstehungskirche in Berlin Friedrichshain, Friedensstraße 83, 10249 Berlin. Eröffnung ist am 4.September, Sonntag, ab 11:00.
Es werden Reise- und Alltagsskizzen aus den letzten drei Jahren sowie einige botanische Arbeiten zu sehen (und auch zu erwerben) sein. Die Ausstellung wird bis in den Herbst hinein dauern. Zu besichtigen ist sie immer sonntags von 10 – 14 Uhr sowie Dienstag 16 – 18 und Donnerstag 14 – 17 Uhr.
Der Rückblick ergibt sich daraus: ich habe alle Skizzenbücher und -blätter der letzten Jahre noch mal in die Hand genommen, einiges neu gescannt, geordnet … So kann ich jetzt hier bereits einiges ältere „neu“ zeigen. Ich beginne mit der ersten Etappe meiner Pilgerwanderung.
Im April 2014 begann ich mir den lange gehegten Traum zu erfüllen, auf einen Pilgerweg zu gehen. Über viele Jahre hatte ich den Gedanken in meinem Herzen bewegt, hatte äußere Zwänge bedacht und innere Wünsche betrachtet, bis am Ende „mein Weg“ daraus wurde, der auch diesem Blog seinen Namen gab: ein Etappenweg über „Bewohntes Gelände, entlang der Spuren unserer Vorfahren, der Schnittstellen von Kultur und Natur, Geschichte und Gegenwart, menschlichem und göttlichem. Manchmal führte er auf klassischen Pilgerrouten, manchmal mäanderte er zwischen ihnen herum.
Gestartet bin ich in der Mitte Deutschlands, am nördlichen Harzrand, in der Gernröder Stiftskirche, in die ich mich schon bei früheren Besuchen „verguckt“ hatte und die mir ein guter Ort zu Beginnen schien. Neben dem Portal sind dort einige Sätze Wilhelm von Kügelgens anlässlich des Wiederaufbaus der Kirche im 19.Jahrhundert zu lesen:
Diese alten Kirchen sind versteinerte Psalmen. In solcher Kirche kann die Predigt zur Not wegfallen, weil die Steine predigen.
- Romanischer Taufstein in der Gernröder Kirche.
- Kirche und Pfarrhof in Pansfelde, einem Dorf im Unterharz.
- Irgendwo im Unterharz.
- Der Bahnhof Eisleben – einer der vielen „Geisterbahnhöfe“ in der strukturschwachen Region.
- Die Burgkapelle der Querfurter Burg. Hier lerne ich etwas über den Heiligen Brun von Querfurt und bin verblüfft über die zarte Rokoko-Ausmalung des so romanischen Baus.
- St.Ulrici in Sangerhausen, ein beeindruckender Bau, wuchtig und hoch aufragend zugleich.
- Wegrand.
- Das Etappenziel: der weltberühmte Naumburger Dom.












