Ausblick, Rückblick
Veröffentlicht: 26. Juni 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Bewohntes Gelände 1, Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Gotik, Harz, Pilgerweg, Romanik Ein KommentarZuerst der Ausblick: Vom 4.September 2016 an werde ich einige meiner Bilder in einer Ausstellung zeigen, und zwar in der Auferstehungskirche in Berlin Friedrichshain, Friedensstraße 83, 10249 Berlin. Eröffnung ist am 4.September, Sonntag, ab 11:00.
Es werden Reise- und Alltagsskizzen aus den letzten drei Jahren sowie einige botanische Arbeiten zu sehen (und auch zu erwerben) sein. Die Ausstellung wird bis in den Herbst hinein dauern. Zu besichtigen ist sie immer sonntags von 10 – 14 Uhr sowie Dienstag 16 – 18 und Donnerstag 14 – 17 Uhr.
Der Rückblick ergibt sich daraus: ich habe alle Skizzenbücher und -blätter der letzten Jahre noch mal in die Hand genommen, einiges neu gescannt, geordnet … So kann ich jetzt hier bereits einiges ältere „neu“ zeigen. Ich beginne mit der ersten Etappe meiner Pilgerwanderung.
Im April 2014 begann ich mir den lange gehegten Traum zu erfüllen, auf einen Pilgerweg zu gehen. Über viele Jahre hatte ich den Gedanken in meinem Herzen bewegt, hatte äußere Zwänge bedacht und innere Wünsche betrachtet, bis am Ende „mein Weg“ daraus wurde, der auch diesem Blog seinen Namen gab: ein Etappenweg über „Bewohntes Gelände, entlang der Spuren unserer Vorfahren, der Schnittstellen von Kultur und Natur, Geschichte und Gegenwart, menschlichem und göttlichem. Manchmal führte er auf klassischen Pilgerrouten, manchmal mäanderte er zwischen ihnen herum.
Gestartet bin ich in der Mitte Deutschlands, am nördlichen Harzrand, in der Gernröder Stiftskirche, in die ich mich schon bei früheren Besuchen „verguckt“ hatte und die mir ein guter Ort zu Beginnen schien. Neben dem Portal sind dort einige Sätze Wilhelm von Kügelgens anlässlich des Wiederaufbaus der Kirche im 19.Jahrhundert zu lesen:
Diese alten Kirchen sind versteinerte Psalmen. In solcher Kirche kann die Predigt zur Not wegfallen, weil die Steine predigen.
- Romanischer Taufstein in der Gernröder Kirche.
- Kirche und Pfarrhof in Pansfelde, einem Dorf im Unterharz.
- Irgendwo im Unterharz.
- Der Bahnhof Eisleben – einer der vielen „Geisterbahnhöfe“ in der strukturschwachen Region.
- Die Burgkapelle der Querfurter Burg. Hier lerne ich etwas über den Heiligen Brun von Querfurt und bin verblüfft über die zarte Rokoko-Ausmalung des so romanischen Baus.
- St.Ulrici in Sangerhausen, ein beeindruckender Bau, wuchtig und hoch aufragend zugleich.
- Wegrand.
- Das Etappenziel: der weltberühmte Naumburger Dom.
Heiligengrabe
Veröffentlicht: 15. Juni 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Urban Sketching | Tags: Brandenburg, Fachwerk, Gotik, Heiligengrabe, Zisterzienser 2 KommentareHeiligengrabe ist einer jener Plätze, die man, zumindest wenn man irgendwo zwischen Berlin und Hamburg lebt, als Schild an der Autobahn kennt. Dass sich dort eine bedeutende und gut erhaltene Klosteranlage mit zisterziensischen Wurzeln befindet, wusste ich zwar schon länger, hatte sogar schon einmal einen in einem Sturzregen ertränkten Versuch gemacht, sie mir anzusehen, doch erst in diesem Sommer bin ich mit vollen Sinnen dort gewesen.

Die Heiligengrabkapelle. Sie enthält eine symbolische Nachbildung des Grabes Christi, ein im Mittelalter nicht seltenes ikonographisches Motiv.
Vermutlich ist es kein Zufall, dass der Ort, obschon vielfältig mit der Welt verbunden (z.B. durch ein breites Kursangebot), auf eine gewisse Weise vor ihr verborgen bleibt . Achthundert Jahre lang wurden hier die Töchter des brandenburgischem Adels in Kargheit und Strenge erzogen, achthundert Jahre lang wurden hier in aller Stille Verbindungen geknüpft, leise Fäden der Macht gezogen, Standesbewusstsein gepflegt. Zuerst, bis zur Reformation, in einem zisterziensischen Nonnenkloster, danach in einem adligen Damenstift, ab der Mitte des 19.Jahrhunderts in einer Internatsschule, die nach modernen pädagogischen Prinzipien unterrichtete und jungen Frauen ermöglichte, nach ihrem Abschluss einen Beruf zu ergreifen.
Nach 1945 fand eine aus Schlesien geflohene diakonische Einrichtung Zuflucht auf dem Gelände, und auch einige Stiftsdamen waren geblieben. Seit der Wende ist der Konvent wieder am Wachsen.

Am Damenplatz. In diesen barocken Fachwerk-Reihenhäusern lebten die Stiftsdamen ab dem 18.Jahrhundert.
Schweriner Bilder
Veröffentlicht: 14. Juni 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Urban Sketching | Tags: Mecklenburg, Schwerin 3 KommentareVor zwei Wochen hatte ich das Vergnügen, mit einigen Zeichenkollegen und -kolleginnen gemeinsam einen Tag lang in Schwerin zu zeichnen. Und wie das so ist: die meisten Plätze hatte ich auch allein noch nicht abgebildet. Meint man doch immer, das könnte man ja jederzeit (und ein andermal, wenn man nicht auf Reisen ist) tun.

Begonnen haben wir unseren Stadtrundgang an der barocken Schelfkirche. Sie steht an einem stillen baumumstandenen Platz voller schlichtem, fast ein wenig ländlich anmutendem Fachwerkbarock. Wie jüngere Forschungen vermuten lassen, war ihr Vorgängerbau vermutlich im Kern älter als der Schweriner Dom.

Der östliche Chorraum des Schweriner Doms, gesehen vom Hof eines kleinen Restaurants in der Nähe.
- Am Abend noch der Blick über den Burgsee zum Schloss, mit seinen Kuppeltürmchen und seinem historistischen Prunk ein Neuschwanstein des Nordens.
- An einem der nächsten Tage habe ich mich dann am frühen Morgen in den Burggarten gesetzt und diese Brunnenfigur in der Morgenfrische skizziert.
Vietlübbe
Veröffentlicht: 10. Juni 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Mixed Media, Urban Sketching | Tags: Backstein, Mecklenburg, Romanik, Vietlübbe 2 KommentareDas Dorf Vietlübbe liegt knappe 20 km nordwestlich von Schwerin, und es ist auch darüber hinaus wegen seiner ungewöhnlichen romanischen Kirche bekannt. Die Kirche ist eines der ältesten in Mecklenburg erhaltenen Bauwerke überhaupt, architektonisch verwandt dem Ratzeburg Dom, mit einem Grundriss in Form eines gleichschenkligen, „griechischen“ Kreuzes. Diese Kreuzkonstruktion ergibt zusammen mit den wuchtigen Rundbögen einen archaischen, ganz und gar romanischen Eindruck. (Von außen ist der durch einen hohen spitzen Holzturm deutlich in die gotische Länge gezogen.)
1989 wurde die Kirche generalüberholt und „reromanisiert“, Einbauten des 19.Jahrhunderts und die Übermalung im Stil der Zeit wurden entfernt und durch schlichte rot-weiße Kalkmalerei ersetzt. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Auffassungen von Authentizität zu verschiedenen Zeiten waren und sind – hier im Vergleich der Zustand vor der Renovierung.
Auch wenn die Authentizität nur eine vermutete ist und ich mir die Lebensverhältnisse im Mecklenburg um 1250 nicht herbeiwünsche – der Raumeindruck war überwältigend. Eine freundliche Küsterin ließ mich eine ganze lange Stunde zum Zeichnen allein, eine Stunde, die mir vorkam wie ein ganz besonderes Stück Zeit, ein Stück geschenkte Ewigkeit.

Innenraum der Kirche von Vietlübbe in Nordwestmecklenburg.
Fast jeder Tag im Mai, dritter und letzter Teil
Veröffentlicht: 31. Mai 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Alltag, Artist Journal, Dinge, Mai 2016, visuelles Tagebuch | Tags: Alltag, visuelles Tagebuch 2 KommentareGeschafft! 25 Tage lang habe ich täglich eine Skizze abgeschlossen, mal mehr, mal weniger aufwändig, meist am Abend. Hatte ich vorher schon Hochachtung vor den Täglichzeichnern, ist sie in dieser Zeit noch einmal gestiegen.
Gelernt habe ich eine Menge in diesem Monat, zeichentechnisch, klar, doch darüber hinaus etwas über meine Art, die Welt zu sehen und abzubilden. Mehr noch als früher weiß ich nun, wie sehr ich die kleine Form liebe, das Detail, für das ich gern auch etwas länger brauche. Weshalb sich in dieser Serie auch keine Bilder von Menschen finden, für deren Abbildung Tempo nötig ist und etwas Nonchalance. (Zumal wenn sie, wie es so ihre Art ist, sich auch noch bewegen.)
- Ein Kupfertablett aus Bulgarien, ca. 1980, vermutlich aus einer Schauwerkstatt, die ich besucht habe.
- Gebrauchsgegenstand? Haustier? Mitbewohner? Jedenfalls gut erholt und beschleunigt von der Reparatur zurück.
- Die Abstellkammer musste zwischendurch auch aufgeräumt werden.
- „Weil Du so gut/ mein süßes Leben/ so will ich Dir/ dies Tässchen geben. Aus dieser vergoldeten hasse trinken zu dürfen war für mich Höhepunkt jeder Familienfeier meiner Kindheit.
- Die letzten Akeleien stehen zwischen den ersten Rosen.
- Erste Radieschen aus dem Stadtgarten von Freunden.
- Abstellkammer II. Und Schluss.
Fast jeder Tag im Mai, zweiter Teil
Veröffentlicht: 26. Mai 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Alltag, Artist Journal, Mai 2016, visuelles Tagebuch | Tags: Alltag, visuelles Tagebuch 2 KommentareJa, ich habe es geschafft – jedenfalls fast, wie die Überschrift verheißt. Einen Tag habe ich ausgelassen, nun reichen die Seiten genau bis zum Monatsende. (Zur Erinnerung – hier geht es zu Teil 1.)
- Da liegt er auf der Schwelle, der Kater.
- Zarrentin am Schaalsee, Pfingstsonntag bei gemischtem Wetter.
- Bei Freunden. während wir über Gott und die Welt philosophieren, existiert das Kinderspielzeug samt seiner zweijährigen Besitzerin ganz im Hier und Jetzt.
- Wäsche wegräumen oder zeichnen? Hätte ich mich nicht fürs Zeichnen entschieden, wäre mir vermutlich nicht aufgefallen, dass der älteste Pullover auf diesem Stapel 22 Jahre alt ist.
- Eine Rosette vom Kirchengestühl des Schweriner Doms.
- Sushi im Einkaufszentrum.
- Im Schweriner Burggarten blühen die Strauchpäonien.
- Abends in Travemünde.
- Wurzel Jesse, von einem Schnitzaltar im Lübecker St.Annen-Museum.
Ein Fest zum Leben
Veröffentlicht: 21. Mai 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Alltag, Artist Journal, Mai 2016, visuelles Tagebuch | Tags: Alltag, visuelles Tagebuch Hinterlasse einen KommentarIn den ersten Maitagen, die von fast unwirklichem Sommerwetter gesegnet waren, hatte ich dieses Jahr schon zum zweiten Mal die Freude, auf einen runden Geburtstag eingeladen zu sein. Das Geschenk, ein Kartoffelporträt, war gerade noch rechtzeitig fertig geworden, so dass ich ganz entspannt die vielen Gespräche, Wiedersehen mit alten Freunden und nicht zuletzt die ungezählten künstlerischen Darbietungen (sämtlichst auf hohem Niveau) genießen konnte. Sogar zum Zeichnen bin ich noch gekommen. Zwei Bilder – die Steinmühle in Carpin und Martin Herrmanns Kormoran – habe ich schon im ersten Teil des Maitagebuchs gezeigt, heute möchte ich noch ein paar Momentaufnahmen von Gästen und Gastgebern folgen lassen.

Eine herrlich komische Aufführung nach Karl Valentins „Ritter Unkenstein“. Leider fehlt die Hauptperson des Spektakels auf meiner Abbildung.
- Gäste am See.
- Die Gastgeberin. Leider nur von hinten, doch hat es bekanntlich seine Tücken, Gesichter zu zeichnen …
Fast jeder Tag im Mai
Veröffentlicht: 16. Mai 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Alltag, Artist Journal, Dinge, Mai 2016, visuelles Tagebuch | Tags: Alltag, visuelles Tagebuch 3 KommentareNulla dies sine linea – kein Tag ohne (Zeichen)-Strich – ist ein alter Wahlspruch von Malern und Zeichnern. Fortwährende Übung erst lässt hervortreten, was andere dann vielleicht Talent nennen. Übung in einer Disziplin, die unsere ganze Aufmerksamkeit in die Gegenwart holt, wird mit der Zeit mehr als Übung im Sinne von Vorbereitung, sie bekommt ein Eigenleben, das uns bereichert und beschenkt.
Jeder, der einmal versucht hat, sich eine neue Gewohnheit anzutrainieren, weiß um die Schwierigkeiten und Ausreden, um die vielen kleinen Alltagshürden, die sich immer wieder vor das schieben, was wir „eigentlich“ machen wollen. So sind Hilfen willkommen, wie die Aktion „Every Day in May“, bei der jeden Tag ein Zeichenthema vorgegeben wird und die Ergebnisse in einer gemeinsamen Netzgruppe veröffentlicht. Es gibt sie auf Flickr und auf Facebook .
Ich hatte schon ein paar Anläufe gemacht, bis ich feststellte, dass mich eine vorgegebene Liste von Zeichenobjekten eher einengte als beflügelte, und ich beschloss, für dieses Jahr meine eigenen Maiaktion zu beginnen. Ich nahm mir ein Skizzenbuch mit allerbestem Papier – Stillman&Birn Beta – , in handlichem quadratischem Format und fing am 4.Mai endlich an.
Seitdem habe ich nur einen Tag ausgelassen und noch mehr Hochachtung vor Leuten, die wirklich jeden Tag eine Zeichnung abschließen, wie Jens Hübner oder Shari Blaukopf. Neben der reinen Zeichenübung habe ich daran schon einiges gelernt, z.B. – wieder einmal – wie sehr gutes Material mich beflügelt und wie wohltuend ein begrenztes Format ist.
- Abendblick in den Garten.
- Bevor der Regionalzug abfährt, steht er noch einige Minuten auf dem Schweriner Bahnhof.
- Die Steinmühle bei Carpin im Feldberges Land – hier bin ich Gast auf einem schönen Fest.
- Kormoran, geschnitzt von dem Holzbildhauer Martin Herrmann. (http://www.martin-herrmann-holzgestalter.de/index.html)
- Meine Lieblingskopfhörer. Meist verwende ich sie zum Telefonieren.
- Nach einem langen Tag bleibt gerade noch die Kraft, den grünen Stift zu zeichnen, mit dem ich eben Martins Kormoran koloriert habe.
- Heimfahrt im Zug.
- Nochmal im Zug, ich bin so müde, dass mir Landschaft zu komplex ist.
- Endlich Freitag! Wie jeden Abend will noch der Kater versorgt sein, und es fällt mir mal wieder die absurd edle Aufmachung der Katzenfutterverpackung auf.
Kartoffeln
Veröffentlicht: 8. Mai 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Botanische Malerei, Farbstifte, Pflanzen | Tags: Kartoffeln 2 KommentareIn diesem Frühjahr reiht sich ein runder Geburtstag an den anderen, und was liegt näher, als einem ausgewiesenen Liebhaber seltener Gemüsesorten – und ganz besonders ausgefallener Kartoffeln – ein paar von ihnen abzubilden? Der Plan war lange in mir gereift – der Termin immerhin seit Monaten bekannt – und natürlich wurde die Zeit irgendwann knapp. Zum Glück fand ich im Netz einige Anbieter besonderer Sorten in Kleinmengen, und ich bestellte, was das Zeug hielt, um mich dann zu fragen, was ich denn nun nach Verstreichen der regulären Pflanzzeit mit so vielen bunten Kartoffeln anstellen sollte … Immerhin wurden sie schnell geliefert, und das kalte Wetter enthob mich auch der Pflicht, die nicht vermalten noch schnell in irgendwelche Erde stecken zu müssen – sie wären dort ohnehin nicht gekeimt. Ich ließ sie also noch ein Weilchen im warmen Zimmer liegen, reaktivierte ein paar alte Blumenkübel, auf die – mitsamt den sorgsam nummerierten Kartoffeln – nun die Sonne um so wärmer scheint. Sie werden den Verzug schon noch aufholen, und im Herbst können wir hoffentlich verkosten. (Vielleicht gibt es vorher noch ein Kartoffelblütenbild.)

Von links nach rechts: Blauer Schwede, Bamberger Hörnchen, Violetta, Rote Emmalie. Faber Castell Farbstifte auf Arches HP Papier, 30×40 cm.
Powells Hakenlilie – von der Skizze zum Bild
Veröffentlicht: 11. April 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Aquarell, Botanische Malerei, Pflanzen | Tags: Amaryllis, Brenda Swenson, Madeira, negative painting 9 Kommentare
Powells Hakenlilie – crinum x powellii – ein Amaryllisgewächs, das in Madeiras Wäldern vielfach verwildert zu finden ist.
Das Bild ist eine Erinnerung an meine Reise nach Madeira. Ich habe es mit nur vier Farbtönen von Schmincke Horadam – Cölinblauton, Ultramarin, Magenta und Indischgelb (in der Untermalung ist noch eine Spur Cadmium Zitrone) auf getöntem 300g-Bockingford-Papier gemalt.
90% oder mehr meiner Bilder sind „Skizzen“, Zeichnungen oder Aquarelle, die vor Ort entstehen und allenfalls nach- aber nicht umgearbeitet werden. Lediglich auf botanische Studien verwende ich eine längere Vorarbeit, doch auch sie entstehen letztlich „am Modell“. Für das Bild der Hakenlilien bin ich einen anderen Weg gegangen, habe die vor-Ort-Studie verändert, komprimiert und umgewandelt, bevor ich begann, sie im Stil der „Negativmalerei“ (z.B. nach Brenda Swenson) aufs Papier zu bringen. (Eine Premiere, bisherige Versuche scheiterten an zu komplexen Motiven oder mangelnder Vorbereitung.)
Da ich das so selten mache, habe ich Teile des Prozesses nachgezeichnet:
- Auf der Such nach der richtigen Komposition.
- Vergleich von Skizze und Foto, Festlegen der Umrisszeichnung auf Transferpapier.
- Farbstudien.








































