Auf dem Klosterweg
Veröffentlicht: 11. Oktober 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Architektur, Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Harz, Kloster, Pilgerweg, Romanik Hinterlasse einen KommentarDieses Jahr gab es für mich keinen Pilgerweg. Ich hätte es noch „schaffen“ können, aber ich entschied mich für eine Woche Wanderurlaub im Harz. Bei der Planung stieß ich auf den „Harzer Klosterwanderweg“ – einen Pilgerweg im Kleinen. In seiner ganzen Länge führt er von Goslar nach Quedlinburg und ist auf eine Gehwoche ausgelegt – ich bin davon drei Etappen gegangen.
Am nördlichen Harzrand ist jeder Stein von Geschichte getränkt; in allen Orten findet man Burgen, Klöster, Kirchen – und manchmal nur deren Ruinen. Besonders die Klöster waren vor fünfhundert Jahren schwer von Reformation und Bauernkrieg betroffen, wurden geplündert und niedergebrannt und kamen danach in unterschiedlichste weltliche Nutzung.
So begann mein Unterfangen auch mit einer Ruine, der des Klosters Himmelpforte, einige Kilometer von Wernigerode im Wald gelegen. Nur eine Mauer erinnert noch daran, dass hier einmal ein Augustiner-Kloster stand, in dem auch Luther zu Gast war.

Der Weg führte weiter über Drübeck (das ich rechts liegen ließ, weil ich es vor zwei Jahren schon einmal ausführlich besucht hatte) nach Ilsenburg. Während Drübeck als adliges Damenstift über die Jahrhunderte gekommen war, überstand das Ilsenburger Kloster die Reformation als Klosterschule, später wurde es Witwensitz, Verwaltungsgebäude, Schloss und Erholungsheim, um nur einige Nutzungen zu nennen. Heute gehört es einer Stiftung und wird aufwändig saniert, u.a. mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz, die in ihrem Magazin ausführlich darüber berichtet.
Als ich im Kloster ankam, neigte sich der Tag bereits, denn ich war spät aufgebrochen. Die Öffnungszeit reichte gerade dafür, mir einen Überblick über die schöne Anlage und die wunderbaren Räume mit ihren romanischen Säulen zu verschaffen. Immerhin schaffte ich noch ein Aquarell von außen.

Ein paar Tage später wanderte ich von Wernigerode zum Kloster Michaelstein bei Blankenburg. Hier befindet sich – nach ähnlich wechselvoller Geschichte wie in Ilsenburg – seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Musikakademie, es gibt eine Instrumentensammlung, Konzerte etc. Am Ende eines langen Wandertages über die Trockenhänge der Teufelsmauer hatte ich dafür leider nur wenig Sinn; ich rastete ein wenig im Klostergarten und setzte mich zum Zeichnen vor das Tor des weitläufigen Komplexes.

Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Bus nach Blankenburg, um von dort zum Kloster Wendhusen zu wandern. Nach einem attraktiven Wegabschnitt über ein weiteres Stück Teufelsmauer ging es auf Asphalt und durch Industrievororte von Thale weniger hübsch weiter. Endlich angekommen, sah ich mich erst einmal enttäuscht um: das Museum hatte geschlossen, und von dem auf der Webseite angekündigten Café war weit und breit keine Spur. Das Ganze machte den Eindruck eines leicht heruntergekommenen landwirtschaftlichen Gutes, was es auch seit langer Zeit gewesen war. Erst auf den zweiten Blick sah ich, dass das massive hohe Gebäude kein Getreidespeicher, sondern das ehemalige „Westwerk“ der Klosterkirche war.
Das Kloster Wendhusen lässt sich bis in die karolingische Zeit zurückverfolgen, es ist eines der ältesten Gebäude in der Region. Es war, wie viele ähnliche Anlagen, ein Frauenkloster. Diese Frauenklöster waren, was uns heutige vielleicht verwundert, Machtzentren; sie wurden von Herrscherwitwen oder -schwestern geführt und waren dem Adel vorbehalten.

Ich hatte das Blatt für die Zeichnung schon mit kräftigem Magenta präpariert und fand meinen Spaß daran, den eigentlich eher farblosen Ort darauf abzubilden. Überhaupt besserte sich meine Stimmung bald wieder: es wurde abendstill, nur ein paar Kinder spielten auf dem geräumigen Hof und die Pappeln an der nahen Bode raschelten, niemand wollte abschließen oder nötigte mich zur Eile …
An trockenen Hängen
Veröffentlicht: 8. Oktober 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Botanische Malerei, Ink&Wash, Pflanzen, Reiseskizzen | Tags: Eiche, Harz, Pflanzen Ein KommentarAuch wenn ich oft und gern Gebäude zeichne, historische und manchmal auch moderne Orte: am liebsten würde ich den halben Wandertag an einem Rastplatz sitzen und die umgebende Pflanzenwelt zeichnen.
Dieses Jahr war ich zwei Tage lang auf der sogenannten Teufelsmauer unterwegs, einem schmalen, den eigentlichen Harzbergen vorgelagerten Höhenrücken. Hier finden sich ganz unterschiedliche Biotope: Streuobstwiesen benachbart mit schmalen, von Gestrüpp und Niederwald überwucherten Graten, durch jahrhundertelange Überweidung entstandene Trockenhänge und in Kieferhainen versteckte Felsformationen.

Bevor ich zu diesen Touren aufbrach, war ich einen Nachmittag lang durch die Wälder um Wernigerode herum gewandert. In früheren Jahren schon hatten mich die lichten Eichenwälder auf trockenem, karstigen Grund beeindruckt; an diesem frühen Abend, im schrägen Licht, stand eine halb verfallene Bank an genau der richtigen Stelle.

Diese Eichenwälder, so habe ich gelernt, können viel älter sein, als sie aussehen: sie wachsen der Trockenheit wegen extrem langsam, so dass sie noch nach hundert und mehr Jahren wirken wie ein Jungwald.
Wernigerode
Veröffentlicht: 6. Oktober 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Harz, Romanik, Schloss 2 KommentareDie erste Woche meines Herbsturlaubs habe ich dieses Jahr im Harz verbracht. Von Wernigerode aus bin ich in verschiedene Richtungen gewandert und auch mal ein Stück mit Zug und Bus gefahren. Dabei sind reichlich Bilder entstanden. Wie oft nach solchen ausgefüllten Tagen ist abends wenig Gelegenheit (und noch viel weniger vernünftige Beleuchtung), um halbfertiges zu Ende zu bringen und zu fotografieren, geschweige denn, einen Text dazu zu schreiben.
Heute, schon eine Station weiter, in Dresden, bietet sich ein ein ruhiger und etwas grauer Vormittag für Fotos und Text an.
Ich beginne mit Wernigerode. Die Fachwerkstadt, malerisch am Harzrand gelegen und von einem Bilderbuchschloss überragt, bietet eine Unzahl von Motiven.



Grabow. Ein Nachtrag.
Veröffentlicht: 21. September 2020 Abgelegt unter: Urban Sketching | Tags: Fachwerk, Ludwigslust, Mecklenburg 2 KommentareEs ist nun schon wieder drei Wochen her, dass ich mit den Schweriner Urban Sketchern in Grabow bei Ludwigslust war. Grabow ist ein Fachwerkstädtchen in Südwestwecklenburg; kurz hinter der Stadtgrenze wird es brandenburgisch, was man auch heute noch an Baustil und Sprachfärbung deutlich erkennen kann. Grabow war eine, nein, nicht Industrie-, eher Manufaktur-Stadt, es gab eine große Mühle, spezialisierte Handwerksbetriebe, eine Lederfabrik, einiges an Kaufleuten und Handel. (Die Vorfahren der Kaufmannsfamilie Mann, die einmal nur wenig verfremdet als Buddenbrooks Weltkarriere machen sollten, stammten aus Grabow.)
Heute kann man die alten Strukturen noch wahrnehmen, gelebt werden sie nicht mehr. Wohnungsleerstand habe ich wenig gesehen; die Region profitiert von der relativen Nähe zu Hamburg. Ob die alten Gewerbebauten dauerhaft überleben, darf bezweifelt werden.

Es war ein sehr schöner Zeichenausflug, traumhaftes Wetter – leider bin ich, wie immer, mit meinen Bildern nicht fertig geworden. Und wie immer legte sich der Alltag über den Vorsatz, sie fertigzustellen. Mit wachsendem zeitlichen Abstand wird es schwieriger und schwieriger; manchmal, wie auch dieses Mal, kompensiere ich die aufkommende Unverbindlichkeit mit kräftigen Farben.

Parasol
Veröffentlicht: 13. September 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Botanische Malerei, Pflanzen | Tags: Botanical Art, Mecklenburg, Pilze 2 KommentareWer, wie ich, mit dem Auto auf den Landstraßen im waldreichen Südwestmecklenburg unterwegs ist, kann sie kaum übersehen: Die Parasole, auch Riesenschirmlinge genannt. Bis zu 50 cm hoch wachsen sie innerhalb weniger Tage wie die Pilze aus dem Boden der Straßenränder. Ist die Gegend abgelegen und die Straße nur wenig befahren, kann man sie praktisch vom Auto aus ernten.
So habe ich es Freitag Abend in Aussicht auf das Wochenende gemacht, sorgfältig bemüht, sie zum Zeichnen hübsch und frisch zu halten. Leider war es Freitag am Ende zu spät und gestern viel anderes zu tun, so half mir heute ein Foto, das Bild fertigzustellen. (Da waren die Pilze schon verzehrt, auf brandenburgische Art mit Speck und Eiern gebraten und mit reichlich Petersilie bestreut.)
Das naturfarbene Papier aus der PaintOn-Serie von Clairefontaine hatte genau die richtige Farbe. Das Braun ist „van-Dyck-Braun“ des polnischen Anbieters Roman Szmal, eine reine Erdfarbe, ergänzt mit etwas Indigo, etwas Weiß und einer Spur Krappbraun.

Stralsund im Regen, Teil 3 und Schluss
Veröffentlicht: 8. September 2020 Abgelegt unter: Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Kloster, Stralsund, Vorpommern 2 KommentareAm Morgen regnete es nicht. Im Gegenteil: es schien sogar etwas Sonne. Ich hatte mir ein Frühstückscafé am Hafen ausgesucht; es erwies sich als beste Wahl mit gutem Essen und einem Logenblick auf die Warteschlange vor dem Ozeaneum.

Während ich noch mein Wunschziel ansteuerte, zog sich der Himmel bereits wieder zu. Bis es wieder zu tröpfeln begann, schaffte ich immerhin eine vernünftige lineare Zeichnung, die Farbe kam zu Hause. Ich habe nur wenig übertrieben: die pittoresken Häuschen der Hofanlage sind in kräftigen Farben gestrichen.

Die Klosterkirche ist seit dem letzten Krieg Ruine, die gotischen Bauten beherbergten das Stadtarchiv und befinden sich seit Jahren in einem Renovierungsdornröschenschlaf. Der Zauber der Anlage geht von den kleinen Häusern aus, die sich, von der Stadt durch Mauer und Tore getrennt, um zwei Höfe gruppieren. Solche Wohnanlagen – angelegt für Alte, Bedürftige und Kranke – gab es in vielen Städten, in Greifswald, Wismar und Lübeck sind sie erhalten. Mitten in der Stadt ist es dort still und die ummauerten Höfe geben ein Gefühl von Zuflucht und Sicherheit.
Im Frühwinter 1979 habe ich als noch junge Studentin das Stralsunder Johanniskloster zum ersten Mal besucht. In der zeitigen Dämmerung streiften wir durch die Stadt, wir sahen das Tor und drückten auf eine Klinke, sie ging auf und wir stiegen zum Räucherboden hoch, einem großen, schwarzgerußten Speicher, in den puppenstubenkleine Wohnungen hineingebaut waren. Eine alte Frau bat uns hinein und wir sahen uns die Wohnung an, ich erinnere mich an die Winzigkeit, an die Fenster, die auf den düsteren Dachboden hinausgingen, an Nippes und Spitzendeckchen; ich erinnere mich an die zeitlose Unwirklichkeit dieses Ortes mit seinen gotischen Spitzbögen, an den Geruch nach dem Rauch von Jahrhunderten, an das diffuse, langsam dunkelnde Licht über den staubgrauen Dielen …
Stralsund im Regen, Teil 2, Donnerstag
Veröffentlicht: 6. September 2020 Abgelegt unter: Reiseskizzen, Urban Sketching | Tags: Backsteingotik, Stralsund, Vorpommern 2 KommentareZum Zeichnen war ich nach Stralsund gekommen, und nun regnete es schon den zweiten Tag! Das Stadtmuseum war geschlossen und die beiden Meeresmuseen überfüllt – aber es gelang mir, die Kellnerin eines strategisch günstig gelegenen Frühstückscafés zu überreden, mich auch draußen unter dem Schirm zu bedienen. So kam ich zu einer Zeichnung der berühmten Stralsunder Rathausfassade.

Das Rathaus grenzt direkt an die St.Nikolai, die Haupt-, Bürger, Kauf- und Seemannskirche der Hansezeit. Von der reichhaltigen Ausstattung ist noch viel erhalten und gibt eine Ahnung davon, dass eine solche Kirche neben der spirituellen auch eine praktische Bedeutung für die Bürger der spätmittelalterlichen Hansestadt hatte.
Ein ganz besonderes Zeugnis davon sind die hözernen Reliefs des „Gestühls der Rigafahrer“. In dieser Kaufmannsbruderschaft waren Kaufleute organsiert, die sich auf den Nordosthandel spezialisiert hatten – der von Stralsund vorwiegend über Riga abgewickelt wurde.
Die Reliefs waren ursprünglich Rückseiten des Gestühls der Rigafahrerkapelle – solche halbprivaten Kapellen gab es in Stadtkichen die Menge, in ihnen wurden Messen für die Auftraggeber gelesen, aber auch Versammlungen abgehalten und Verträge geschlosen.

Dennoch ist es bemerkenswert, dass diese geschnitzte Graphic Novel nicht einmal andeutungsweise versucht, eine biblische Geschichte zu erzählen. Auf den vier annähernd quadratischen, knapp einen Meter hohen Tafeln sind vielmehr Szenen aus der russischen Pelztierjagd und Waldimkerei dargestellt. Sie lassen sich hintereinander betrachten wie eine fortlaufende Bildergeschichte. An deren rechtem Rand, auf meinem Ausschnitt nicht dargestellt, nimmt ein Stralsunder Kaufmann vor der Kulisse der Stadt Riga die Handelsware in Empfang.
Die gejagten Tiere sind offensichtlich Eichhörnchen, deren Winterfell eine begehrte Handelsware bildete. Der Künstler stellt Haar- und Barttrachten sowie die Abläufe der Jagd mit bemerkenswerter Sachkenntnis dar – so weiß er zum Beispiel, dass die Tiere, und die wertvollen Bälge zu schützen, mit stumpfen Pfeilen von den Bäumen geschossen wurden. Nur in einem irrt er – Pelztierjagd findet natürlich im Winter statt.
Die zweite begehrte Ware war Wachs – der ganz rechte Händler trägt einen Klumpen in der Hand. Erstaunt habe ich erfahren, dass der Honig in jener Zeit eher ein Nebenprodukt war. Die Waldbienenhaltung, die sogenannte Zeidlerei, ist in Deutschland in all den Gebieten verbreitet gewesen, die ursprünglich slawisch besiedelt waren.
Stralsund im Regen, Teil 1, Mittwoch
Veröffentlicht: 30. August 2020 Abgelegt unter: Reiseskizzen, Urban Sketching, visuelles Tagebuch | Tags: Engel, Menschen, Stralsund, Vorpommern Hinterlasse einen KommentarAm Anfang der Idee stand die Pflicht. Eine Weiterbildung in Stralsund, die ich ungern verpassen wollte. 200 km Autobahn hin und zurück, da lag es nahe, die Aktion etwas zu strecken – am Ende wurden zwei Tage daraus. Doch erst einmal hieß es: schön mit Abstand sitzen und sich die neuesten Aktualisierungen aus der Verwaltung anhören. Immerhin ist das „Eventcenter“ des Störtebeker-Brauquartiers ein gelungener Ort; ein angenehmer Saal mit viel Holz und einer perfekten Akustik.

Abends gab es Orgelkonzert. In der Stralsunder Marienkirche, direkt gegenüber meines Quartiers, wurde Orgelmusik aus Renaissance und Barock gegeben. Ich schaute mich derweil ein bisschen um. Der schwebende Engel – er gehört zu der auch sonst reich verzierten Orgel – hing leider direkt hinter mir, so dass ich vor Ort nur den Umriss zeichnete, alles andere kam zu Hause.

Stadtwanderung
Veröffentlicht: 23. August 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Urban Sketching | Tags: 20er Jahre, Architektur, Backstein, Freimaurer, Friedhof, Mecklenburg, Schwerin 2 KommentareEine Stadtwanderung hatte ich mir schon lange vorgenommen. Heute war es endlich so weit. Gegen zehn ging ich los, zuerst Richtung Innenstadt. Die erste Rast legte ich auf der Mecklenburgstraße ein, der Schweriner Fußgängerzone. Das „Puppenhaus“ mit seinen leuchtend blauen Terrakottafiguren lag im schönsten Vormittagslicht. Es ist ein Bau des Backsteinexpressionismus (wie das berühmte Hamburger Chilehaus).

Der Weg führte weiter zum Alten Friedhof. Versteckt an einem Seitenweg blickt dort das Grab des Schweriner Stadtbaumeisters Demmler von einem Hügel ins Land. Dieses Grabgebäude ist so bemerkenswert wie bizarr, ist es doch über und über mit Freimaurersymbolen bedeckt. Demmler hatte in Schwerin etwa die Position wie Schinkel in Preußen. Er muss eine beeindruckende Persönlichkeit gewesen sein; sein Charisma ist auch aus zeitgenössischen Abbildungen noch zu ahnen. Er war ein Liberaler, später Gründungsmitglied der jungen Sozialdemokratie und eben Freimaurer. (Trotz seiner linken Ambitionen hatte er einen guten Draht zum Herzog, was den Hofschranzen überhaupt nicht passte.)
Die meisten der Symbole habe ich mit einem bisschen Googeln entziffern können; am bekanntesten sind, auf der oberen Stufe nur angeschnitten sichtbar, Zirkel und rechter Winkel, die so etwas wie „Liebe und Gerchtigkeit“ bedeuten.

Ich wanderte weiter über den Friedhof, fand einen schicken neuen Radweg mit Rastplätzen und Schautafeln, entschloss ich aber nach einem Blick in den Himmel zur Rückkehr Richtung Innenstadt, ohne Zeichnung; der Regen erwischte mich trotzdem.
Nachdem der abgezogen war, fand ich mich nicht ganz zufällig vor dem Logenhaus der Schweriner Freimaurer wieder. Wennschon, dennschon. Es steht in etwas versteckt einer Seitenstraße neben dem Dom.

Ein schöner Nachmittag
Veröffentlicht: 20. August 2020 Abgelegt unter: Allgemein, visuelles Tagebuch | Tags: Café, Gotik, Heiliger, Schwerin Hinterlasse einen KommentarErst ins Café, dann ins Museum – ein schöner Stadtnachmittag am letzten Samstag.

Im Staatlichen Museum Schwerin war ich lange nicht, obwohl es schon seit Monaten wieder geöffnet ist. In der schönen Sonderausstellung dänischer Malerei aus der Sammlung Christoph Müller kann man sich in kontemplativen Landschaften und Interieurs verlieren. Ich versenkte mich, passend zur aktuellen Wetterlage, in eine Gewitterlandschaft. Vor Ort machte ich eine Tonwertstudie mit wasserlöslichen Markern, zu Hause habe ich – ebenfalls mit Markern – noch sparsam Farbe eingefügt. Nur das Blau kommt aus dem Aquarellkasten.

Das Museum hat auch eine Barlach-Sammlung, die derzeit mit einigen mittelalterlichen Plastiken bereichert ist. Hier zeichnete ich einen wunderbar archaischen spätmittelalterlichen Heiligen Jakob.

