Parasol

Wer, wie ich, mit dem Auto auf den Landstraßen im waldreichen Südwestmecklenburg unterwegs ist, kann sie kaum übersehen: Die Parasole, auch Riesenschirmlinge genannt. Bis zu 50 cm hoch wachsen sie innerhalb weniger Tage wie die Pilze aus dem Boden der Straßenränder. Ist die Gegend abgelegen und die Straße nur wenig befahren, kann man sie praktisch vom Auto aus ernten.

So habe ich es Freitag Abend in Aussicht auf das Wochenende gemacht, sorgfältig bemüht, sie zum Zeichnen hübsch und frisch zu halten. Leider war es Freitag am Ende zu spät und gestern viel anderes zu tun, so half mir heute ein Foto, das Bild fertigzustellen. (Da waren die Pilze schon verzehrt, auf brandenburgische Art mit Speck und Eiern gebraten und mit reichlich Petersilie bestreut.)

Das naturfarbene Papier aus der PaintOn-Serie von Clairefontaine hatte genau die richtige Farbe. Das Braun ist „van-Dyck-Braun“ des polnischen Anbieters Roman Szmal, eine reine Erdfarbe, ergänzt mit etwas Indigo, etwas Weiß und einer Spur Krappbraun.

Zwei Exemplare des Riesenschirmlings, Macrolepiota procera. Der rechte war im Original 35 cm hoch.

2 Kommentare on “Parasol”

  1. Brigitte Westerhausen sagt:

    Respekt, ich bin immer wieder hin und weg, wie naturgetreu Deine Zeichnungen sind.
    Die Kombination von einer kleinen Geschichte und dann das Ergebnis – die Zeichnung mit einer Erklärung, welche Materialien verwandt und wie eingesetzt wurden – ist interessant, lehrreich und macht Lust, es auch zu versuchen.
    Danke – liebe Grüße Brigitte

    Gefällt 1 Person


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