Zitronat
Veröffentlicht: 1. Januar 2025 Abgelegt unter: Allgemein, Alltag, Gouache, visuelles Tagebuch | Tags: Alltag, Gouache, Obst, Pflanzen, visuelles Tagebuch 2 KommentareWann habe ich das letzte Mal mit Zitronat gebacken? In den 1980ern und 90ern, als ich mit Früchtebrot und wochenlang gereiften Lebkuchenteigen experimentierte? Vermutlich. Stollen habe ich nie gebacken, auch keine Königskuchen – wozu sollte Zitronat sonst gut sein? Und woraus wird es eigentlich hergestellt? In der DDR, so lese ich, experimentierte man mit grünen Tomaten, um die teuer importierten Zitronen einzusparen, doch das ist eher eine Fußnote der Geschichte.
Nein, Zitronat wird nicht aus Tomaten hergestellt, sondern aus – man hätte es sich denken können – Zitronatzitronen, urtümlichen, durch Züchtung nur wenig veränderten Zitrusfrüchten. Aus Neugier habe ich mir bei einem Versand für exotische Früchte ein Kilogramm Zitronatzitronen mitbestellt – das sind zwei Stück, deutlich größer als normale Zitronen.

Die Früchte bestehen zu einem großen Teil aus Schale, man kann daraus Likör, Limonade oder eben Zitronat herstellen. Likör trinke ich nicht, auch für Limonade habe ich im Winter wenig Verwendung – also wird es wohl Zitronat werden. (Und was mache ich dann damit?)
Vorher wollten die Früchte allerdings noch abgebildet werden, und mit dieser Gouache-Skizze (15×15 cm) ist endlich auch die Kunstsaison wieder eröffnet. Im Herbst hatte über sechs Wochen lang praktisch täglich etwas gezeichnet, dann kam die Vorweihnachtszeit mit zahlreichen anderen Aktivitäten; viel mehr als ein paar Meetings-Kritzeleien brachte ich nicht zustande. Nach fast acht Wochen Pause will die Hand-Auge-Koordination wieder neu trainiert werden; das braucht etwas. Zwei überdimensionale Zitronen sind als Motiv da gerade einfach genug. (Die Entscheidung zwischen Gouache und Aquarell habe ich erst in letzter Minute getroffen, mit beidem hatte ich im Frühherbst aufgehört, um mich eher grafischen Techniken zu widmen – mal sehen, wie es weitergeht …)
Inktober 3 und Schluss
Veröffentlicht: 11. November 2024 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: Inktober, Pilze Hinterlasse einen KommentarIch habe während des Inktober nicht nur mit Farbstiften geschummelt, sondern auch mit richtigen Tinten experimentiert, ganz altmodisch mit Tintenfass und Eintauchfeder. (Nein, mir waren nicht die Ideen ausgegangen, ich hatte einfach so viel Freude an meinen Pilzfunden.)


Auch klassische Kreuzschraffuren kamen immer mal wieder vor.


Und dann war er auf einmal vorbei, der Pilz- und Tintenmonat, und mit ihm der allabendliche Versuch, das Bild fertigzubekommen, bevor die Augen endgültig zufallen, die wochenendliche Überlegung, ob die Pilze nun eher bestimmt oder gezeichnet werden wollen, und natürlich leider auch die sich verbessernde Zusammenarbeit von Hand und Auge …
Noch mehr Pilze
Veröffentlicht: 8. November 2024 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: Pilze Hinterlasse einen KommentarMan könne den Kuchen entweder haben oder essen, lautet ein englisches Sprichwort. Auch Pilze zu sammeln (suchen wäre übertrieben gewesen), zu bestimmen oder zu putzen und trocknen geht nicht mit dem Zeichnen gemeinsam und dieses nicht mit dem Schreiben eines Blogbeitrages.
Unterwegs gewesen war ich letzten Donnerstag, am Feiertag, noch einmal in der Lübtheener Heide, dem vormaligen Truppenübungsplatz. Die Fläche ist riesig, über 6000 Hektar; sie zu Fuß zu durchqueren, kommt einer ordentlichen Wanderung gleich. So hatte ich in der Vorwoche von der eigentlichen Heide gar nichts zu Gesicht bekommen, nur normalen Kiefernwald voller normaler Pilze und ganz ohne Menschen.
Dieses Mal fuhr ich von der anderen Seite an das Gelände heran. Am Rand noch einmal übliche Kiefern und übliche Pilze, bis der Sandboden fast nur noch von Flechten bedeckt war (ein Kapitel für sich, das ich wohlweislich ausgespart habe), zwischen denen sich – unter anderem – tausende von Grünlingen ans Licht schoben.


Grünlinge galten noch vor fünfundzwanzig Jahren als gute Speisepilze – bis es einige Menschen in Polen und Frankreich übertrieben und mehrere Tage hintereinander eine große Zahl von ihnen aßen. (Was ich mir bei den fast absurden Mengen, die aus dem Sand brachen, sehr gut vorstellen kann.) Das Ergebnis waren schwere, in einigen Fällen sogar tödliche Vergiftungen mit Muskelzerfall (Rhabdomyolyse) gewesen. Der auslösende Stoff ist noch immer nicht bekannt und in Deutschland bisher kein Vergiftungsfall beschrieben. Was vielleicht auch daran liegt, dass der Pilz so selten geworden ist wie wirklich „arme“ Kiefernwälder.
Dem benachbarten Erdritterling wird die gleiche Giftwirkung nachgesagt, der Drehstielige Rübling hingegen gilt als essbar. Er war mein diesmaliger Rätselpilz, gefühlt habe ich einige Stunden zugebracht, bis ich mir hinreichend sicher war, ihn zu beschriften. (Gegessen habe ich ihn natürlich nicht, bevor mir nicht eine kundige Person seine Identität bestätigt hat.)


Der Habichtspilz hingegen, auch ein immer seltener werdender Bewohner nährstoffarmer Sandböden, begegnete mir nur an einer Stelle. Ich kannte ihn bisher nur aus Büchern und war ganz verzaubert von seinem dunklen schuppigen Hut und den mausgrauen „Stacheln“ an der Unterseite. (Den einen, der nicht madig war, habe ich ohne Furcht für die Suppe getrocknet – er ist absolut charakteristisch und hat allenfalls bittere und stinkende, aber keine giftigen Doppelgänger.)
Auch wenn es natürlich Spätherbst- und Winterpilze gibt: die Haupt-Pilzsaison geht zu Ende und ich verabschiede mich schweren Herzens bis zum nächsten Jahr von sandigen Krümeln auf allen Oberflächen, von braunen, klebrigen Fingern und den würzigen und animalischen Gerüchen aus Dörrgerät und Einkochtopf. Die Bestimmlimge sind schweren Herzens dem Kompost übergeben, die Pilzbücher ins Regal sortiert und nun ist auch der Blogbeitrag geschrieben …
Inktober
Veröffentlicht: 7. November 2024 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: Alltag, Dinge, Inktober, Montblanc, Pilze, Tiere 4 Kommentare„Inktober“ ist ein englisches Kofferwort aus „ink“ – „Tinte/Tusche“ und „October“. Der Inktober ist eine klassische „Challenge“ der heutigen Zeit – Menschen tun schwierige Dinge oder einfach solche, die neu für sie sind, einmalig oder mehrmalig, und berichten darüber in den sozialen Medien. Gelegentlich lesen wir von gefährlichen oder gar tödlichen Challenges – der Inktober zählt nicht dazu. Die Regel ist einfach: Zeichne täglich vom 1. bis 31. etwas mit „Ink“ und poste die Zeichnung online. Es gibt Themenlisten, viele Teilnehmende halten sich daran, doch es ist keine Pflicht. (Es gibt ohnehin keine Pflicht, keine Kontrollkommission und keine Sanktionen, wie auch?)
Mit der „Ink“ ist es nicht so einfach – das Wort bedeutet sowohl „Tinte“ (etwas, das man in Füllhalter füllen kann und das es in ganz verschiedenen Farben gibt) als auch „Tusche“ – tiefschwarz, hochpigmentiert und nur mit Pinsel, Eintauchfeder oder speziellen „Tuschefüllern“ zu verarbeiten. Mittlerweile werden allerdings auch im Deutschen spezielle Faserstifte mit permanenten Farben als „Tuschestifte“ bezeichnet.
Als es losging mit dem Inktober, hatte ich noch Urlaub. Ich begann mit einer klassischen Schwarz-Weiß-Zeichnung mit wenigen farbigen Akzenten (Bald würden sich die selbst auferlegten Regeln lockern.) Bis auf einige Pilzbilder blieben alle Bilder im gleichen Format, einem 12×12 cm kleinen Skizzenbuch mit leicht gelblich getöntem Papier.
Ich setzte mir meine Themen selbst und wählte meist Dinge oder Lebewesen, die ich direkt vor Augen hatte. Auch ein erster Pilz ist schon dabei – die Saison beginnt.
Dann war der Urlaub vorbei und ich wählte Motive zwischen Büroalltag und Zähneputzen.
(… und die Fortsetzung folgt.)
Raben Steinfeld
Veröffentlicht: 30. September 2024 Abgelegt unter: #uskschwerin, Allgemein, Mixed Media, Urban Sketching | Tags: Mecklenburg, Pilze, Schwerin 3 KommentareAm Samstag, Tag 12 von 21, trafen sich die Schweriner Urban Sketchers in Raben Steinfeld am östlichen Seeufer. Die abwechslungsreiche Endmoränenlandschaft hatte mit ihren steinigen Äckern einst für den Ortsnamen gesorgt, die Adelsfamilie Raben für die Abgrenzung zu den anderen Steinfelds in der Umgebung.
Um ein herzogliches Jagdschloss waren in den fetten Gründerzeitjahren ein Gestüt und ein Park gewachsen und entsprechend der Mode der Zeit baute man die Gestütswärtersiedlung im englischen Stil.

Das Wetter war windig und kalt, später zogen Regenwolken von Westen über den See heran. Da war ich gerade mit der linearen Zeichnung fertig geworden. Zu Hause bekamen Himmel und Dachlinie die Hauptrolle, die ihnen gebührt.
Nach Regen und Mittagspause wagten wir einen zweiten Anlauf im Park mit seinen berühmten alten Eichen. Hier schaffte ich neben den Linien immerhin noch die ersten Schatten.

Zu Hause kamen – mittlerweile an Tag 13 – neben den Aquarellfarben zahlreiche Marker zum Einsatz – immerhin hatte ich für die Domestika-Aktion gerade erst meinen Bestand aufgestockt. Auch für den gelben Fleck am Stamm konnte ich sie gut brauchen – es handelt sich um ein Prachtexemplar von Schwefelporling, der so hoch oben wuchs, dass er der Bratpfanne entging.
Einundzwanzig Tage
Veröffentlicht: 29. September 2024 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: Gotik, mixed media, Pflanzen, Pilze, visuelles Tagebuch Hinterlasse einen KommentarEinundzwanzig Tage lang, regelmäßig Tag für Tag, etwas (kreatives) tun, was man sich sich schon lange vorgenommen hatte – das ist der Kern des 21-Tage-Projekts, einer kleinen Cousine des 100-Tage-Projekts. Für letzteres hatte ich eine Bekannte bewundert, die mehrmals hundert Tage lang Wiesenblumen oder kleine Haushaltsgegenstände zeichnete. Begleitet wird das Ganze von den üblichen Ritualen sozialer Medien: dem möglichst täglichen Posting, gekennzeichnet mit den entsprechenden Hashtags, einem Austauschforum zum Thema und den unvermeidlichen Likes. (Nicht, dass ich darüber nicht freuen würde.)
Ich hatte etwas Zeit und wählte ein ambitioniertes Projekt: ich nahm mir vor, die in den letzten zwei Jahren von mir erworbenen Kurse auf der Seminarplattform Domestika durchzusehen und möglichst jeden Tag etwas kleines im entsprechenden Stil zu zeigen.

Als erstes wählte ich keinen Online-Kurs, sondern einen aus dem wirklichen Leben, zwei Tage lang Basistechniken Aquarell, wunderbar …
Anschließend ging es mit den Kursen weiter, die ich im Netz gefunden hatte.
Das ging so bis Tag 8, dann stellte ich fest, dass ich meinen Kompass neu ausrichten wollte: Zu viel, zu schnell, zu oberflächlich. Die unterschiedlichen künstlerischen Techniken machten mir alle Spaß, bei jeder hätte ich gern verweilt … So beschloss ich, an den restlichen Tagen das zu tun, was mir wieder große Freude bereitete, nachdem es mir eine Zeitlang fad geworden war: einfach zeichnen oder malen, das, was mir gerade vor die Augen kam.





Tag 9 fiel ganz aus, aus Gründen, und an Tag 10 ging ich in die Pilze, das heißt, ich ging da hin, wo in anderen Jahren Pilze gestanden hatten. Ich fand – außer Unmengen an Bovisten, die anscheinend weder den Schnecken noch den Wildschweinen schmecken – genau zwei Stück: eine Krause Glucke für die Pfanne und einen Zitronenblättrigen Täubling, Russula sardonia, zum Bestimmen und Zeichnen.
So kann es bis zum 07.Oktober weitergehen.
Auf getöntem Grund
Veröffentlicht: 14. September 2024 Abgelegt unter: #uskschwerin, Allgemein, Pflanzen, Urban Sketching | Tags: Mecklenburg, Obst, Schwerin Hinterlasse einen KommentarWährend ich mich am heimischen Zeichentisch in Gouache versuchte, war auf kleineren Reisen das vertraute Hahnemühle-Büchlein mit hellbraun dem hellbraun getönten Papier dabei, ein idealer Weggefährte in handlichen 14×14 cm. Die Bilder darin wirken oft wie mit Deckfarben gemalt; meist ist es Aquarell mit etwas wasserlöslicher weißer Kreide.


Deutlich aufwändiger war diese Skizze, auch wenn man es ihr nicht ansieht. Die Schweriner Urban Sketchers hatten an einem der weniger spektakulären Seeufer versammelt, einer Stadtrandregion zwischen Lost Place und Sanierungsgebiet.

Ganz frisch, von heute, ist dieses Bild eines Zapfens. Der zugehörige Baum steht in dem etwas vergessen wirkenden Park einer Rostocker Klinik, ein Exot zwischen Buchen, Birken und Eiben. Es ist keine heimische Kiefer, auch keine Pinie, die da viel zu nah an dem halb sanierten und mit Graffiti besprühten Krankenhausgebäude steht; vielleicht eine Aleppo-Kiefer.
Mariä Himmelfahrt
Veröffentlicht: 16. August 2024 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: Gouache, Maria, Pflanzen 4 KommentareAuf den Bergen werden nachts die Feuer brennen. Soll ich mich aufmachen, mich allem wieder zu nähern?
Ingeborg Bachmann „Entfremdung“
Das Gedicht, aus dem diese Zeilen stammen, lernte ich 1980 kennen, doch erst fast ein Vierteljahrhundert später, 2004, erfuhr ich, wo die Metapher in der Wirklichkeit verankert ist. Wir machten Urlaub in einem abgelegenen Osttiroler Tal, und am 15.August, am Feiertag Mariä Himmelfahrt, brannten die Feuer auf den Bergen. Ich weiß nicht, wie viele es waren, zwanzig?, fünfzig?, die in der sich senkenden Dämmerung auf den Bergkämmen aufflammten, unerwartet, unwirklich, erhaben …
Diese Feuer auf den Bergen sind ein lokales Brauchtum, ebenso wie die Kräuterweihe. Frauen sammeln Heilkräuter und Blumen auf den spätsommerlich blühenden Wiesen; ein schön gebundener Strauß wird beim festtäglichen Gottesdienst geweiht. Den Mittelpunkt des Straußes bildet häufig eine blühende Königskerze. (Noch in den 1960er Jahren, so erzählte mir ein Bekannter, diente der getrocknete Strauß den kommenden Winter über als Kräutervorrat für Grippe, Bauchweh und alles, wofür man sonst Heilkräuter benötigt.)

Mariä Himmelfahrt, das „Fest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel“, ist ein Fest, das sich aus Legenden und Volksfrömmigkeit speist, und das ist es, was mich daran berührt. Ich habe, anders als bei „Mariä Lichtmess“, nicht versucht, die Geschichte gegen den Strich zu bürsten; es ging mir nicht darum, etwas wörtlich zu nehmen, sondern um Bild, Symbol, Mythos …
Ich bin immer noch dabei, „andere“ als meine üblichen Bilder zu malen und schaue mich auf der Seminarplattform Domestika um. Dieses Mal war es der Kurs einer französischen Illustratorin, deren Stil japanisch beeinflusst ist. Natürlich wurde es bei mir unter der Hand etwas anderes, nahm Elemente von naiver Kunst und von Buchmalerei auf und bereitete mir große Freude. Selbstverständlich dauerte das Ganze auch viel länger als geplant, und obwohl ich die Arbeitsanleitung der Künstlerin deutlich kürzte (was ein Wagnis war und man an einigen Ungenauigkeiten sieht) wurde ich erst mit einem Tag Verspätung fertig.
Smørrebrød, Smørrebrød
Veröffentlicht: 26. Mai 2024 Abgelegt unter: Allgemein, Schwerin - Kopenhagen 2024 | Tags: Dänemark, Kopenhagen, visuelles Tagebuch Hinterlasse einen KommentarVon Roskilde nach Kopenhagen sind es etwa vierzig Kilometer, und nachdem ich noch einmal im Dom gewesen war fuhr ich sie in einem Ritt. Je näher ich der Stadt kam, um so staunenswerter wurden die Radwege, führten durch Renaturierungs- und Poldergebiete, hatten an dichten Stellen ihre eigenen kleinen Kreisverkehre und mit dem Autoverkehr nur noch wenig zu tun.
Am nächsten Tag stellte ich fest, dass es eine gute Idee gewesen war, Quartier am Stadtrand zu nehmen: während ich auf einem Radschnellweg Richtung Innenstadt fuhr, konnte ich viel von der Vielfalt der Stadt und ihrer (modernen) Architektur sehen.
Im Stadtzentrum angekommen, schaute ich nach zweieinhalb Wochen Landschaft erstaunt und befremdet auf die Mengen an Menschen, die sich durch die Fußgängerzonen schoben: Touristen sind immer die anderen.

So zeichnete ich, endlich an einem ruhigen Schattenplatz angekommen, erst einmal die wichtigste Sehenswürdigkeit Kopenhagens: Die Fahrräder. (Und aß ganz hervorragend ganz wenig, denn ich war vor einem gehobenen Restaurant gelandet.)
Für heute war Regen angekündigt, und wohin geht man als zeichnende Person, wenn es regnet? Ins Museum oder in die Markthalle. Ich entschied mich für Markthalle, denn ich hatte mittlerweile den Smørrebrød-Reiseführer studiert.

Während ich abwechselnd zeichnete und aß, kam der angekündigte Regen. (Und hörte schnell wieder auf.) Im Gegensatz zu gestern waren die Portionen reichlich bemessen, zwei Stück hätten es auch getan …
Die Markthalle – Torvehallerne – , die sich luftig und schattig nach draußen öffnet, ist ein Paradies eigener Art mit ihrem Überfluss an Getränken, an Happen und Häppchen, an Käse, an Fischen und anderen Meertieren, an Kuchen, Törtchen und Konfekt … (Während ich dies schreibe, sitze ich immer noch hier, mit einem Glas von meinem japanischen Lieblingsgrüntee, und denke: morgen komme ich wieder.)










