Weggefährten

Um Mittsommer zu gehen heißt auch, immer blühende Pflanzen zu Weggefährten zu haben. Sie vor Ort zu zeichnen, tue ich mich meist schwer. Oft genug braucht es eine sehr tiefe Verbeugung, um einer Wiesenpflanze auf Augenhöhe zu begegnen; und selbst dann hält sie nicht so still, wie man es von einer Pflanze erwarten würde – ein Windhauch, und alles ist anders. (Ich bewundere Zeichner wie Guido Hättenschwiler, die in ihre Reiseskizzen öfter mal botanische Studien einfließen lassen.)

Kurz vor Rothenburg, die Stadt schon von einem Hang aus im Blick, habe ich den freundlichen stillen Begleitern dann doch noch ein Blatt gewidmet. An dem karstigen Westhang war eine besonders illustre Gesellschaft versammelt. Gezeichnet habe ich sie vor Ort nur ziemlich locker und am Abend im Hotel nach Foto ergänzt; später dann zu Hause die Farben noch vertieft.

Von links nach rechts: Flockenblume, gelbes Labkraut, Schafgarbe; dann untereinander Kartäusernelke, Johanniskraut und Ackerwinde, schließlich die wilde Karde und der Mauerpfeffer.

Wiesensalbei (dem ich vor drei Jahren, bei der ersten Etappe, schon einmal eine Wegrandskizze gewidmet hatte) und Mohn passten nicht mehr drauf, und die Rosengewächse Odermennig und Walderdbeere fehlten an dieser Stelle.

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Wegrandpflanzen: Flockenblume, gelbes Labkraut, Schafgarbe, Kartäusernelke, Johanniskraut, Ackerwinde, Wilde Karde, Mauerpfeffer.



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