Fast jeder Tag im Mai, zweiter Teil
Veröffentlicht: 26. Mai 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Alltag, Artist Journal, Mai 2016, visuelles Tagebuch | Tags: Alltag, visuelles Tagebuch 2 KommentareJa, ich habe es geschafft – jedenfalls fast, wie die Überschrift verheißt. Einen Tag habe ich ausgelassen, nun reichen die Seiten genau bis zum Monatsende. (Zur Erinnerung – hier geht es zu Teil 1.)
- Da liegt er auf der Schwelle, der Kater.
- Zarrentin am Schaalsee, Pfingstsonntag bei gemischtem Wetter.
- Bei Freunden. während wir über Gott und die Welt philosophieren, existiert das Kinderspielzeug samt seiner zweijährigen Besitzerin ganz im Hier und Jetzt.
- Wäsche wegräumen oder zeichnen? Hätte ich mich nicht fürs Zeichnen entschieden, wäre mir vermutlich nicht aufgefallen, dass der älteste Pullover auf diesem Stapel 22 Jahre alt ist.
- Eine Rosette vom Kirchengestühl des Schweriner Doms.
- Sushi im Einkaufszentrum.
- Im Schweriner Burggarten blühen die Strauchpäonien.
- Abends in Travemünde.
- Wurzel Jesse, von einem Schnitzaltar im Lübecker St.Annen-Museum.
Ein Fest zum Leben
Veröffentlicht: 21. Mai 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Alltag, Artist Journal, Mai 2016, visuelles Tagebuch | Tags: Alltag, visuelles Tagebuch Hinterlasse einen KommentarIn den ersten Maitagen, die von fast unwirklichem Sommerwetter gesegnet waren, hatte ich dieses Jahr schon zum zweiten Mal die Freude, auf einen runden Geburtstag eingeladen zu sein. Das Geschenk, ein Kartoffelporträt, war gerade noch rechtzeitig fertig geworden, so dass ich ganz entspannt die vielen Gespräche, Wiedersehen mit alten Freunden und nicht zuletzt die ungezählten künstlerischen Darbietungen (sämtlichst auf hohem Niveau) genießen konnte. Sogar zum Zeichnen bin ich noch gekommen. Zwei Bilder – die Steinmühle in Carpin und Martin Herrmanns Kormoran – habe ich schon im ersten Teil des Maitagebuchs gezeigt, heute möchte ich noch ein paar Momentaufnahmen von Gästen und Gastgebern folgen lassen.

Eine herrlich komische Aufführung nach Karl Valentins „Ritter Unkenstein“. Leider fehlt die Hauptperson des Spektakels auf meiner Abbildung.
- Gäste am See.
- Die Gastgeberin. Leider nur von hinten, doch hat es bekanntlich seine Tücken, Gesichter zu zeichnen …
Fast jeder Tag im Mai
Veröffentlicht: 16. Mai 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Alltag, Artist Journal, Dinge, Mai 2016, visuelles Tagebuch | Tags: Alltag, visuelles Tagebuch 3 KommentareNulla dies sine linea – kein Tag ohne (Zeichen)-Strich – ist ein alter Wahlspruch von Malern und Zeichnern. Fortwährende Übung erst lässt hervortreten, was andere dann vielleicht Talent nennen. Übung in einer Disziplin, die unsere ganze Aufmerksamkeit in die Gegenwart holt, wird mit der Zeit mehr als Übung im Sinne von Vorbereitung, sie bekommt ein Eigenleben, das uns bereichert und beschenkt.
Jeder, der einmal versucht hat, sich eine neue Gewohnheit anzutrainieren, weiß um die Schwierigkeiten und Ausreden, um die vielen kleinen Alltagshürden, die sich immer wieder vor das schieben, was wir „eigentlich“ machen wollen. So sind Hilfen willkommen, wie die Aktion „Every Day in May“, bei der jeden Tag ein Zeichenthema vorgegeben wird und die Ergebnisse in einer gemeinsamen Netzgruppe veröffentlicht. Es gibt sie auf Flickr und auf Facebook .
Ich hatte schon ein paar Anläufe gemacht, bis ich feststellte, dass mich eine vorgegebene Liste von Zeichenobjekten eher einengte als beflügelte, und ich beschloss, für dieses Jahr meine eigenen Maiaktion zu beginnen. Ich nahm mir ein Skizzenbuch mit allerbestem Papier – Stillman&Birn Beta – , in handlichem quadratischem Format und fing am 4.Mai endlich an.
Seitdem habe ich nur einen Tag ausgelassen und noch mehr Hochachtung vor Leuten, die wirklich jeden Tag eine Zeichnung abschließen, wie Jens Hübner oder Shari Blaukopf. Neben der reinen Zeichenübung habe ich daran schon einiges gelernt, z.B. – wieder einmal – wie sehr gutes Material mich beflügelt und wie wohltuend ein begrenztes Format ist.
- Abendblick in den Garten.
- Bevor der Regionalzug abfährt, steht er noch einige Minuten auf dem Schweriner Bahnhof.
- Die Steinmühle bei Carpin im Feldberges Land – hier bin ich Gast auf einem schönen Fest.
- Kormoran, geschnitzt von dem Holzbildhauer Martin Herrmann. (http://www.martin-herrmann-holzgestalter.de/index.html)
- Meine Lieblingskopfhörer. Meist verwende ich sie zum Telefonieren.
- Nach einem langen Tag bleibt gerade noch die Kraft, den grünen Stift zu zeichnen, mit dem ich eben Martins Kormoran koloriert habe.
- Heimfahrt im Zug.
- Nochmal im Zug, ich bin so müde, dass mir Landschaft zu komplex ist.
- Endlich Freitag! Wie jeden Abend will noch der Kater versorgt sein, und es fällt mir mal wieder die absurd edle Aufmachung der Katzenfutterverpackung auf.
Tulpen am Nachtfenster
Veröffentlicht: 27. Januar 2016 Abgelegt unter: Allgemein, Alltag, Mixed Media, visuelles Tagebuch | Tags: Alltag, Bollhagen, Tulpe 2 Kommentare
Tulpenstrauß in gestreifter Vase. Super5- und Pentel-Tinte mit Wasserfarbe in S&B Alpha.
Gestern Abend konnte ich nach ein paar vergrippten Tagen zum ersten Mal wieder ein bisschen aus den Augen gucken, da leuchteten mich diese Tulpen an. Die Vase, mit ihrer Form für Tulpen gerade richtig, sieht aus wie Bollhagen, ist aber einfach nur schwarz-gelb gestreift und auf eine unnachahmliche Weise der Mitte des 20.Jahrhunderts zugehörig.
Sehr grüner Reis
Veröffentlicht: 25. August 2015 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: Alltag, Jens Hübner, Schwerin Ein KommentarAlltagsskizzen, und gerade die, die so leicht aussehen, fallen mir ziemlich schwer. Menschen, die ich zeichnen will, halten nicht still, andere sehen mir über die Schulter und am Ende ist das Essen kalt. Manchmal traue ich mich doch, wie neulich bei Green Rice, einem Asia-Imbiss in Schwerin, dessen frühlingsgrüne Wände selbst am trübsten Tag die Laune heben. Stilistisch habe ich mich ein bisschen von Jens Hübner und seinem letzten Buch anregen lassen.

Asia-Imbiss „Green Rice“ in Schwerin. Schnell skizziert mit Füllfeder und zu Hause mit Wasserfarbe koloriert.
Rote Bete
Veröffentlicht: 8. August 2015 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: Alltag, Gemüse, Kochrezept 2 KommentareEin Bund Rote Bete vom Biohof Medewege. Die roten Knollen haben vermutlich auch bei denen, die sie gern essen (die Meinungen sind da bekanntlich geteilt) eine herbstlich-winterliche Anmutung. Diese hier kamen, mit frischen Blättern, als Sommergemüse daher. Ich habe die Blätter in der Pfanne gedünstet (die Verwandtschaft zu Spinat und Mangold legt das nahe) und den Knollen mit Knoblauch und Joghurt ein griechisches Gewand gegeben. Ich koche sie nicht, sondern backe sie im Ofen (das dauert!) und ziehe dann wie bei Pellkartoffeln die Haut ab. Sie verströmen beim Backen einen gesättigt-aromatischen, warmen Duft, der vielleicht den einen oder anderen Rote-Bete-Skeptiker bekehren mag.






















