Miss Marple im Café
Veröffentlicht: 31. Januar 2015 Abgelegt unter: Mixed Media, Urban Sketching | Tags: Schwerin, visuelles Tagebuch Hinterlasse einen KommentarEiner meiner Lieblingsplätze in Schwerin ist Rothes Café im Schlossparkcenter. Nicht, dass es besonders originell oder kuschlig wäre, sondern wegen des unüberbietbaren Blicks auf das Panoptikum des Lebens. Jeder Tisch eine eigene kleine Bühne, bespielt mit immer neuen Einaktern.
Diese Dame mit Hut, Perlenkette und Kreuzworträtsel schien mir direkt aus einem Miss-Marple-Film gekommen zu sein … (Am Nebentisch saßen drei schmallippige Parzen, die mit jedem energischen Biss in ihre Torte einen Lebensfaden durchzubeißen schienen, doch reichten meine zeichnerischen Fähigkeiten nicht aus, um diesen Eindruck mit einem Mindestmaß an Diskretion festzuhalten.)
Eiche am Grenzweg
Veröffentlicht: 20. Januar 2015 Abgelegt unter: Mixed Media | Tags: Eiche, Schwerin, Sternberger Seenland Hinterlasse einen KommentarVon meiner Nachmittagswanderung in der Kritzower Gegend hatte ich mehrere kurz angedeutete Skizzen mitgebracht, zu kalt war es für eine ausgeführte Arbeit, zu nahe die Dämmerung, um zu verweilen. Diese Eiche hatte ich mit ein paar breiten Aquarellstrichen angelegt, die natürlich nicht trocknen wollten und später vom Löschpapier fast aufgesaugt waren.
Als ich es heute, aus zwei Tagen Abstand, wieder in die Hand nahm, war eine seltsame Verwandlung mit dem Fragment geschehen: die Eiche auf dem alten Grenzweg inmitten von Findlingen schien geradewegs aus einem Märchen gekommen zu sein, einem Märchen, in dem Eichbäume Geheimnisse wahren und in den Steinen verwunschene Kinder auf ihre Erlösung warten …
Altes Land bei Kritzow
Veröffentlicht: 18. Januar 2015 Abgelegt unter: Mixed Media | Tags: Mecklenburg, mixed media, Schwerin, Sternberger Seenland 2 KommentareÖstlich des Schweriner Sees windet sich die Warnow durch eine archaische Endmoränenlanschaft. Hügelgräber sind über die Landschaft verstreut, und der Weg geht kilometerweit entlang einer jahrhunderte- vielleicht jahrtausendealten Gemarkungsgrenze, zwischen bemoosten Findlingen und verfilzten Weißdornhecken. Dazwischen stehen Eichen und Wildbirnen, und zu allem Überfluss gibt es auch noch ein Bibermoor. Ich bin immer wieder gern dort. In der sinkenden Dämmerung mit etwas Schneegriesel konnte ich die Skizze allerdings nur andeuten und habe die Farben zu Hause ergänzt.
Die Hagebutten der Physikerin
Veröffentlicht: 11. Januar 2015 Abgelegt unter: Botanische Malerei, Farbstifte | Tags: Hagebutte, Marie Curie, Rose 3 KommentareWie kommt jemand dazu, eine lachsrosa romantische Rose „Marie Curie“ zu nennen? Vielleicht waren ja alle anderen bekannten Frauennamen schon vergeben … Wie dem auch sei, von den drei Rosen, die ich dieses Jahr auf mein neues Hofbeet gepflanzt habe, scheint sie die wüchigste und gesündeste zu sein, und dank des milden Winters finden sich sogar ein paar spät ausgereifte Hagebutten.
Die Schönste von allen
Veröffentlicht: 10. Januar 2015 Abgelegt unter: Aquarell, Botanische Malerei, Farbstifte | Tags: Poinsettia, Weihnachtsstern Hinterlasse einen KommentarDieses Blatt liegt schon seit zehn Tagen auf meinem Tisch, es waren arbeitsreiche Tage, die nur Zeit ließen für ein paar Skizzen zwischendurch, nicht vorzeigbar, wie mir schien, oder unfertig, oder, oder … Entstanden ist es in den letzten Tagen des vorigen Jahres, als Studie angelegt und auch so beendet.
Es zeigt die Schönste aus meiner diesjährigen Weihnachtsstern-Sammlung (die trocken-warm über der Heizung, mit wenig angewärmtem Wasser gegossen gut durch die Saison gekommen ist), eine Schönheit wie voller rosa Rokokko-Schleifen, schön wie die prächtigste Rose. Täglich erfreut sie mein Herz, wenn ich sie betrachte, wie sie noch immer in „Blüte“ steht.






