Erster Februar

Heute ist der erste Februar, im Garten blühen Schneeglöckchen und Winterlinge, und ich bin endlich damit fertig geworden, meine Weihnachtsgeschenke abzubilden. Es wollte mir scheinen, als hätte ich dieses Jahr besonders viele besonders ausgewählte Kleinigkeiten bekommen und ich freute mich sehr darauf, einen Teil davon auf einem Bild zu vereinen. Oder vielleicht gleich auf zweien?

Wie immer waren die Augen größer als der Magen und ich verkleinerte und verschob das Projekt. Die Briefe und Postkarten, handgemalt und -geschrieben, müssen in ihrem Karton auf die Gelegenheit warten, Teil einer gemalten Pinnwand zu werden. Und auch mit den hübschen und persönlich ausgewählten Dingen fing ich erst Ende Januar an – immer schön eines nach dem anderen zu beginnen, ist schließlich mein wichtigster Neujahrsvorsatz. (Genau genommen: der einzige.) Und so dauerte das Ganze; wenn ich alles um mich herum schön geordnet hatte (siehe Neujahrsvorsatz!) war es meist schon so spät, dass mir die Augen begannen zuzufallen.

Weihnachtsgeschenke – gezeichnet, gemalt und collagiert im alten 19x19cm Stillman&Birn Nova Trio aus Amsterdam, das immer noch freie Seiten hat.

Neben netten Kleinigkeiten wie Honig, Marmelade und Schokolade hatte ich gleich von mehreren Schenkenden Futter für meine Japansehnsucht bekommen – Tee, Gewürze, einen gezeichneten Reiseführer und – nicht zu übersehen – eine augenzwinkernde Winkekatze.

Die wird mir 2026 hinterherwinken, wenn ich endlich zu einer lange geplanten Japanreise aufbreche – bis dahin darf sie die Ostasien-Abteilung im Bücherregal vor Mäusen schützen.


2 Kommentare on “Erster Februar”

  1. eine gelbgoldene Winkekatze hatte ich neulich in einem der vielen in Berlin in Hauseingängen liegenden Verschenke-Kartons gefunden und die winkt jetzt quer über den Hof von meinem Fensterbrett in Richtung gegenüberliegende Fensterfront.

    An Japan denke ich auch öfters, aber dorthin werde ich es wohl nicht mehr schaffen. Da beneide ich Dich etwas….

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    • Von Japan träume ich, seit ich mit elf ein schön illustriertes Buch mit japanischen Märchen bekam; spätestens aber, seit ich als junge Erwachsene Erzählungen von Kawabata gelesen habe …

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