Unter Arven und Lärchen

Nachdem ich mich zwei Wandertage lang an den Schätzen des Unterengadin nicht hatte sattsehen können, bog der Weg nach Süden ab, um mich nach einer Übernachtung in der ehemaligen Bergbausiedlung S-charl ins Val Müstair zu bringen. Der Weg nach S-charl führt durch ein schwer von Murenabgängen gezeichnetes Tal – man kann hier, der Straße über riesige Schutthalden folgend, dem Gebirge bei der Arbeit zusehen.

Es war ein mühsames Stück Weg; um so schöner wurde der zweite Teil der Strecke am nächsten Tag. Ein liebliches Bergtal, das sich allmählich in eine rotbraune Heidefläche weitet und sanft zum Pass da Costainas ansteigt. Auf der anderen Seite geht es steil zwischen Felsen hinab in eine grüne, parkartige Landschaft, die von Arven (Zirbelkiefern) und Lärchen geprägt ist.

Arven sind extrem frosthart und fühlen sich auch in 2000 m Höhe noch wohl, dabei wachsen sie langsam und werden alt – manche tausend Jahre. Beim Zeichnen konnte ich die Kraft geradezu spüren, die von diesem Baum ausging



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