Der Holzkirchner Reiter

In der langen und von zahlreichen Zerstörungen und Wiederherstellungen geprägten Geschichte des Klosters Holzkirchen sind nur wenige mittelalterliche Bauteile erhalten geblieben. Eines davon ist ein Sandsteinrelief mit zwei ungewöhnlichem Darstellungen: einem Reiter auf einer Eselin und einem bärtigen Mann, der ein Einhorn trägt. Der Reiter ist durch eine Umschrift als Christus gekennzeichnet: „Du, auf dem Reittier einziehender Christus wolltest mit deiner erhobenen Rechten den Segen über unsere Häuser geben.“ Der bärtige Mann – den ich hier nicht gezeichnet habe – stellt vermutlich Gottvater dar. Die Bilder lassen mich in ihrer ungewöhnlichen, frischen und naiven Ikonographie an einen Comic denken.

Der "Holzkirchner Reiter", ein ca. 40 cm breites romanisches Sandsteinrelief. PITT- Marker und Wasserfarbe.

Der „Holzkirchner Reiter“, ein ca. 40 cm breites romanisches Sandsteinrelief. PITT- Marker und Wasserfarbe.

Eine weitere ungewöhnliche Christusdarstellung findet sich an der Rückseite der Kirche auf dem Gelände des Benediktushofs: der „Lehrende Christus“ von Gisela Drescher. Die lebensgroße Plastik strahlt starke Präsenz und große Schönheit aus, zumal sie bewusst so gestaltet ist, dass man ihr gegenüber Platz nehmen kann.

"Lehrender Christus", Skulptur von Gisela Drescher.

„Lehrender Christus“, Skulptur von Gisela Drescher.



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